Auf unserer Fotoreise nach Transilvanien wandern wir auf den Spuren von Graf Dracula. Wir begeben uns in die tiefen Wälder und mittelalterlichen Städte von Siebenbürgen. Wir besuchen Burgen, Schlösser, Ruinen, verlassene Kirchen und als Höhepunkt – all diese Orte, wo der Geist von Graf Dracula schwebt, und auch die Orte die mit seiner Legende verbunden sind. Wir erkunden die Städte Siebenbürgens wie zum Beispiel Brasov, Sighisoara, Sibiu, Poienari, Sinaia, Bran und Biertan, prächtige Kirchenburgen wie Viscri (Deutsch Weißkirch) stehen auch auf dem Programm. Zum Ende unserer Expedition verlassen wir die Region Siebenbürgen und machen uns auf den Weg in das Banat.

In dieser Region liegt eines der ältesten Kur- und Heilbäder Europas: Băile Herculane – oder deutsch Herkulesbad. Schon auf das Jahr 153 n. Chr. geht die erste urkundliche Erwähnung von Herkulesbad zurück. In der Zeit des Römischen Reiches war Herkulesbad ein wichtiger Kurort. Er wurde hauptsächlich von römischen Soldaten und hohen Amtsträgern der damaligen Zeit aufgesucht. Später – etwa im 18. und 19. Jahrhundert – besuchten mehrere österreichisch-ungarische Herrscher den Kurort, darunter Franz Josef I. oder Königin Elisabeth. Sie besaßen Ferienhäuser im Kurort und badeten in speziell für sie angelegten Bädern.

Spuren der damaligen Zeit sind immer noch sichtbar. Im Erdgeschoss eines der Hotels vor Ort gibt es heute noch römische Bäder. Eines davon ist noch in Betrieb. Die erste gewölbte Steinbrücke, die in Europa gebaut wurde, oder die bronzene Statue des Herkules sind zwei weitere sehenswerte Monumente und Bauwerke. Auch das im Jahr 1850 errichtete Casino, wo die Adligen der damaligen Zeit abends ihren Spaß hatten, kann vor Ort besichtigt werden. Im Casinogarten kann ein Riesenmammutbaum, der vor zwei Jahrhunderten angepflanzt wurde, bewundert werden. Zu den prominentesten Besuchern von Herkulesbad zählt die Kaiserin Elisabeth, (Sissi) die hier 1887 weilte. Die Villa, in der sie wohnte, erhielt ihren Namen. Sissi hat Herkulesbad sogar ein selbst geschriebenes Gedicht gewidmet. Im Jahr 1896 traf sich hier Kaiser Franz Josef I. mit König Carol I. von Rumänien und Zar Alexander I. von Serbien bei den Feierlichkeiten zur offiziellen Kanaleröffnung des neu geschaffenen schiffbaren Eisernen Tores. Die früheren Kaiser-Appartements, das Kaiserbad und die Kaiserkapelle sowie das Casino können noch immer besichtigt werden.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde auch die Eisenbahnstrecke zwischen Karansebesch und Orschowa fertiggestellt. 1879 wurde das schöne, im barocken Still errichtete Bahnhofgebäude eröffnet, das sich von der einfachen Bauart anderer Bahnhofhäuser deutlich unterscheidet. Der Kuppelbau wurde von Chevalier de Serre ausgeführt und reichlich geschmückt. Somit gehörte Herkulesbad Mitte und Ende des 19. Jahrhunderts zu den schönsten Kurbädern Europas.

Im Ergebnis des Ersten Weltkrieges und des Vertrages von Trianon kam Herkulesbad an Rumänien. Seitdem wurden die Kuranlagen weiter ausgebaut. Nach dem zweiten Weltkrieg, als der Kurort ausgebaut wurde, hat man den alten schönen Ortskern nicht angetastet. Die meisten Kurhotels tragen die Namen römischer Götter.


„Bonehaus“ – das Bonehaus ist ohne Bone nur Haus

Görlitz gilt als eine der schönsten Städte Deutschlands. Unzählige Bauten aus Romanik, Barock, Renaissance und Gründerzeit zieren das Stadtbild und bilden zusammen ein beeindruckendes Ensemble. Anfang 2016 begab ich mich nach der Urbexplorer Fototour zum Hotel Vier Jahreszeiten und dem Freisebad, auf Erkundungstour durch die Altstadt von Görlitz. Von einem Freund bekam ich den Tip das legendäre „Bone Haus“ am Obermarkt 26 gleich neben der berühmten Verrätergasse zu besuchen. Der Künstler Steeven Fabian Bonig – bei den Einheimischen schlicht „Bone“ genannt – ist Mieter des Hauses Obermarkt 26 und machte die Innenräume durch seine Kunstinstallationen zu einem mystischen und inspirierenden Ort was aus der Zeit gefallen scheint. Es ist mehr als ein Haus, es ist ein lebendiges Kunstwerk, geschaffen von einem kreativen Geist und nicht leicht zu erfassen, weil man ein Bestandteil der Installation wird, wenn man es betritt. Bei einem kurzen Gespräch mit „Bone“ erfuhr ich zudem das seine Kunst eine Art kreativer Schöpfungsprozess ist, der sich ständig verändert, wächst, zerfällt und neu entsteht. Die Zutaten bestehen teils aus Holz, Porzellan, Eisen, Plastik oder Papier, teils aus Träumen, Sehnsüchten und Gedanken.

Leider verließ Steeven Fabian Bonig das sogenannte „Bonehaus“ Ende 2016, nachdem er seine mit dem Eigentümer geschlossenen Verträge, so auch den Mietvertrag, gekündigt hat. In der Zwischenzeit hat „Bone“ gemeinsam mit Freunden das Haus ausgeräumt und alle Raritäten den Leuten in der Stadt zurückgegeben die sich an seinen aufwändigen Installationen beteiligt haben.

Das „Bone Haus“ bleibt aber als eine Görlitzer Legende und als ein Denkmal sowie ein Ort der Inspiration in Erinnerung.

Was ist das hier? (Ein Gedicht von „Bone“)

So im Vorbeischleichen an den Fassaden – von einem historischen „Vorsicht frisch gestrichen“ zum nächsten schreckt plötzlich eine zerfressene Sockelkante in die längst langweilig gewordene Tünche der Sanierung. Hier soll sich noch beweisen, was ein Denkmal ist und was nicht.

Eine Tür steht offen. Manchmal auch zwei oder drei, weil so viele Türen hat die Halle dieses jüngsten Hallenhaus der Stadt. Man tritt ein, nicht weit und fragt sich -was ist das hier- , wenig ahnend, dass das zuvor schon in den acht Jahren mehr als Hundert tausend Menschen ebenso fragten und ebenso keine Antwort fanden. Das soll es auch nicht,
denn was es in Absicht einzig zu sagen gibt steht auf einem Zettel im zweiten Stock; der Rest in Bildersprache.

Der ist viel, dieser Rest, aber auf den Betrachter wirkt zunächst nur die Wucht der Fülle. Auch das Detail scheint sich einer Antwort zu entziehen, weil der heutige Mensch
vom Konsum seiner Bildschirmmedien und Tonfilmprodukte gewöhnt ist, dass das, was er anschaut auch mit ihm spricht. Wer dennoch selbst ein Detail deutet, wird sofort ein nächstes finden, das seine letzte Deutung fehl führt. Hier wirkt, was Goethe im Vorspiel des Faust den Theaterdirektor zum Dichter sagen lässt: …suchet nur sie zu verwirren; / sie zu befriedigen ist schwer.

Wer die Ordnung zwischen den Details erkennt beginnt sein warmes Aufgehobensein zu genießen, den Abpfiff des Zeitgefühls und die Sprache der Stille zu hören. Erst spät, wenn überhaupt, wird der Geist merken, dass das, was hier wohltuend wirkt das Fehlen des Weltgegröhls ist, dass der Ort hier gegen diese Welt ein kostbares Nichts ist, dass auch den Menschen nicht zwingt etwas zu sein. Kein Geschäft, dass den Mensch zwingt Kunde zu sein. Ein Nichts, dass den Menschen einfach nur da sein lässt und allein dafür willkommen heißt. Keine Werbung raubt die kostbare Aufmerksamkeit, nichts schreit sein aufdringliches eitles -ich ich ich-, wie die Küken im Vogelnest. Nichts hier soll was sagen, obwohl man ahnt, dass es das könnte. Niemand will Geld, nichts soll verkauft, nichts gepriesen werden. Niemand will sagen was es ist. Es ist Nichts und soll es auch sein. Ein Kunstwerk; ein angebliches Vielsein, dass aber nichts ist, wie die wortlose Behauptung eines Theaterzauberers, nämlich dass weiße Kaninchen in schwarzen Zylindern wohnen…Und wo sich alle deswegen freuen, weil es eben perfekt so aussieht, aber unmöglich so sein kann.

Und doch ist es was. Es muss! was sein…

Wer fern allen Hochmuts und unbeleidigt über dieses Nichtbeantwortetsein ist, nicht einen Ort braucht, um selbst etwas zu sein, und überhaupt in aller Uneile die Zeit dazu hat wird irgendwann den Weg in den ersten Stock finden. Eine breite großzügig einladende Treppe, die zunächst auf ein feurig leuchtendes Ölgemälde zuschreiten lässt, das einen liebesfreudigen Geist an die Lust zur Leidenschaft erinnert.

Dann biegt die Treppe scharf ab und führt den Blick aufwärts in den Abgrund. Drei vergammelte Restbalken lassen sofort die Phantasie jene nicht mehr vorhandene Decke konstruieren, schreien dem Baulaien ein erstes Auweia in den Sinn, und wirken das Gefühl, gegen das sich die Frechheit des Herzens wehren würde, wenn es auf einem Warnschild befohlen wäre: Vorsicht einsturzgefährdet!!!

Aber was fehlt kann nicht gezählt werden, schreibt Lao Tse im Tao te King und eine nicht vorhandene Decke kann auch nicht einstürzen. Und wenn, dann eben nur da, wo sie gerade ist: in der Phantasie. (eventuell auch in den Gutachten verlogener Sachverständiger…)

Dann öffnet sich der Blick bis zum Dach und füttert die Phantasie weiter mit einem Gewirr von angefaulten Gammelbalken. Die sind, wo sie sich selbst nicht mehr zu halten drohen in verrostete Eisenketten gehangen, verrostete dunkle, damit man nicht sogleich sehen kann, dass das Gebälk eigentlich gegen das, was dieser Anblick vermuten lässt gesichert ist. Sie sind auch gereinigt mit einem Wasserstrahl von fünfzehn Atmosphären Druck, der wirklich nur die von Pilz und Fäulnis unbeschädigte Substanz übrig lässt.
Aber Dreck, der weg ist sieht man nicht, noch weniger, wenn man sowieso ein Mikroskop bräuchte für gefräßige Bakterien, Sporen und Mycelien. Darum sieht die Phantasie immer und immer weiter herabstürzen, was längst herabgestürzt und weggeräumt ist. Und was staubgesaugt ist und abgewaschen und mit Antimykotikum für die Ewigkeit bereitet…

Sucht das Auge weiter wird es fündig an talergroßen Verstecktheiten, die letztlich dem Laien oder all zu eiligen Fachmann nichts als die Große Gefahr übrig lassen, nämlich die Gefahr, dass in allen schwarzen Zylindern weisse Kanikel wohnen …

Tatsächlich aber schwebt dieses Gewirr der Gammelei als banale Dekoration in diesem Raum, gleich wie in aller Welt auch Blumenampeln, Discokugeln und Lampen an der Decke hängen. und wirken in jedem Fall eine stark erhöhte Aufmerksamkeit. Die soll sein wegen dem Zettel im zweiten Stock.

Man betritt den Aufgang nach weiter hoch. Zwei große alte schwarz-weiß-Fotographien von Alt-Görlitz hängen an der Wand, eine dritte steht am Boden, eine kleine Steigeleiter davor, ein Hammer und eine Büchse Nägel. Es sieht aus wie mitten drin abgebrochen, als ob jemand gerade von der Arbeit weggelaufen ist. Kommt man ein Jahr später wird es immer noch so aussehen, und dieser jemand wird sich als Imagination entpuppen, als das v i r im Wort environment. Virus- der Lebende. Mindestens Hundert solche sind im Haus zu finden.

Dann biegt die Treppe scharf ab und dann noch mal. Dann tritt man auf einen kleinen Balkon, die Decke darüber sind zwanzig Quadratmeter komplett flächendeckendes Gammeldekor. Ein Balken, auf einer Seite abgefault und herunter gebrochen schwebt schräg im Raum, wie als ob er gerade noch fliegt. Eine Eisenkette sichert ihn, doch die wäre nicht nötig gewesen, denn der Balken hing noch von allein so. Aber hier fand auch der Baumeister die Angst an die Grenze getrieben. Und da an diesem Balken hängt er nun, der Zettel, der noch beweisen wird, dass Kunst überhaupt nicht Gesschmackssache ist. Kunst ist sehr wohl erklärbar und Geschmack auch, lediglich nicht für jeden.Man muss es auch nicht. Man kann auch Speise einfach genießen ohne zu wissen wie sie gekocht wird. Oder eben in Gefahr schweben, die gar keine ist, und danach das Glück fühlen, das man die ganze Zeit schon hatte. Oder die wirkliche Schönheit erkennen, die man draussen an all den paar tausend strahlenden Hausfassaden längst gesehen zu haben meint.

Was Du da gesehen hast, höre Mensch, es ist Deine Schönheit !!! Zumindest die Hälfte etwa, denn ohne diese Beigabe aus dem Steuersäckel wären diese Häuser nie gerettet und nie so schön geworden wie sie heute sind. Sie waren fast alle, wie es diese Gammelei verkündet, und sie waren es wirklich, was diese Gammelei nicht wirklich ist. Görlitz hat nicht nur diesen einen anonymen Spender, der jedes Jahr diese Altstadtmillion spendiert. Es hat auch achtzig Millionen anonyme Steuerzahler und Hunderte Millionen verbaut! Und einen Solidaritätszuschlag, eine Zahl, den meisten Gästen nur vom Steuerbescheid bekannt, in Görlitz aber nun in einer solch robusten Schönheit sichtbar geworden, wie in keiner anderen Stadt; und ja;- wer sowas nie bezahlt hat, oder nur Erwerb und Bereicherung darinnen fand, der wird auch nur wenig gerührt sein von einem Dankeschön.

Das ist Erklärung und keine Geschmackssache. Es gab ja auch feuchte Augen, sehr und nicht selten, vor Freude über ein Kunstwerk aus zweitausend Arbeitsstunden, die bauingineurlich genau so nutzlos sind, wie die fliegenden Bällchen beim Jongeleur, oder wie die Kriminalität im Kriminalfilm,- -ach es gibt ja genug echte im wirklichen Leben, und die ist doch auch nicht Geschmackssache, weil sie nicht so clever aufgeklärt wird, wie die im Film. Wozu putzen, wozu die Mühe, die ganze Arbeit an etwas, das nicht mehr ist, was es mal war, nicht mehr tut, was es mal tat und nie mehr kann, was es mal sollte ??? Steht man nicht immer vor der Sinnlosigkeit eines sinnlosen Kunstwerkes und fragt „was will uns der Künstler damit sagen ??? …steht doch auf dem Zettel: Danke !!!

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„Georgien ist nicht nur ein europäisches Land, sondern eines der ältesten europäischen Länder“ das sagte einstmals Mikheil Saakaschwili, der ehemalige Präsident von Georgien. Das Land hat etwa 4,6 Millionen Einwohner, der Name Georgien wird meist nur von Besuchern und Ausländern benutzt und wurde vom Landespatron dem heiligen Georg übernommen. Die Bewohnen nennen ihr Land schon immer „Sakartvelo“.

Hier an der Grenze zwischen Europa und Asien warten auf Euch jede Menge spannende Geschichten. In Georgien entdeckten Archäologen die ältesten menschlichen Überreste außerhalb Afrikas, hier kann man auf den Spuren von Jasons Argonauten wandeln. Die Argonautensage ist ein Bestandteil der griechischen Mythologie und handelt von der Fahrt des Iason und seiner Begleiter nach Kolchis im Kaukasus, der Suche nach dem Goldenen Vlies und dessen Raub. Die Reisegefährten werden nach ihrem sagenhaft schnellen Schiff, der Argo, die Argonauten genannt.

Zweifellos ist Georgiens bekanntester Vertreter der Schustersohn und ehemalige Priesteranwärter Josseb Dschughaschwili, besser Bekannt als Josef Stalin. Nach seinem Tod im Jahre 1953 fielen seine Beliebtheitswerte zwar ins Bodenlose, trotzdem hielten in seiner Heimatstadt Gori die Anhänger die Erinnerung an ihn lebendig. Hier entstand ein Museum, vollgestopft mit Devotionalien und Kitsch. Dieses sehr skurrile und vor Propaganda strotzende Stalin-Museum werden wir im Rahmen unserer Fotoreise Georgien & Kaukasus besuchen. Ein wichtiger Programmpunkt sind auch die unzähligen katholischen Kirchen und Klöster die wir besichtigen werden, denn Georgien ist eins der religiösesten Länder der ehemaligen Sowjetunion.

In den Regionen Svaneti oder Kasbegi, beide Teil des Kaukasus südlich der russischen Grenze, werden wir viel wandern und grandiose Landschaftsaufnahmen der majestätischen Berge machen. Mit Geländewagen brechen wir zu einer Tagestour nach Ushguli auf, der am höchsten gelegenen Siedlung im Kaukasus .

Die georgische Küche ist zwar in Hinsicht der Kalorienzahl nicht unbedingt leicht, aber köstlich. Wir werden alle Gaumenfreuden probieren wie zum Beispiel Chatschapuri, mit Käse gefüllte Teigfladen. Wir probieren schwierig zu essende Riesenknödel „Chinkali“ und dazu eine große Auswahl an verschiedenen Sorten lokalem Bier und Wein.

Als Nachtisch probieren wir die beliebte georgische Süßigkeit „Tschurtschchela“. Hergestellt wird der traditionelle süße Snack indem man Haselnuss- oder Walnusskerne auf eine Leine bindet und diese so lange in Traubensaft taucht bis der mit Mais- und Weizenmehl angedickt ist und sich eine dünne Schicht über die Nüsse gelegt hat.

Zum Schluss gibt’s einen oder mehrere Tschatscha – dies ist ein privat gebrannter Traubenschnaps.

Auch der Wein soll ungefähr 8000 v. u. Z. in Georgien erfunden worden sein, was den Georgiern genügend Zeit gab, die übertriebenste Trinkspruchtradition der Welt zu perfektionieren.

 


Begib Dich mit uns auf spannende Lost Places Fototouren in Berlin!

Ende 2013 entdeckte ich nach langer Abstinenz meine Liebe zur Fotografie wieder. Ich suchte nach Ablenkung und forschte nach spannenden Fotomotiven in der Stadt. Ich begann mich für geheime Orte zu interessieren. Als ich im Jahr 2008 als einer der letzten Passagiere, Gast im Flughafen Tempelhof war, staunte ich über die riesigen Hallen, Anlagen, die einzigartige Dachkonstruktion, die Stahltore, die mächtig wirkenden Fassaden der Gebäudeteile sowie die unermeßliche Größe gepaart mit der monumentalen Aura.

Mich beeindruckten vor allen Dingen die Details wie die Fenster im Schießscharten-Design, Säulen wie aus einem Nibelungenfilm gepaart mit dem Vordach des Flughafens aus Stahl, der mit den Trägern mühelos das gewaltige Dach in den Raum hinaushebt. Tempelhof war damals nicht nur das flächengrößte Gebäude Europas, sondern auch eines der längsten. Im Jahr 1934 gaben Hitler und Reichsluftfahrtminister Göring einen vollständigen Neubau des inzwischen zu klein gewordenen Flughafens in Auftrag. Er wurde durch den Architekten Ernst Sagebiel als neoklassizistischer Monumentalbau entworfen. Der Bau entsprach einerseits den Ansprüchen der Nationalsozialisten ans Monumentale und sollte den Weltgeltungsanspruch des „Dritten Reichs“ auch im Luftverkehr verdeutlichen, andererseits wurden hier zum ersten Mal alle Anforderungen eines modernen Großflughafens realisiert.
Durch Zufall entdeckte ich im Internet das Angebot den mittlerweile stillgelegten Flughafen Tempelhof auf einer Urban Exploring Fototour in einer kleinen Gruppe zu erkunden. Der Trend des sogenannten Urban Exploration oder kurz Urbex, setzte Anfang des neuen Jahrtausends ein. Es geht bei dieser Art der urbanen Erkundung um Abenteuer und Entdeckerlust gepaart mit der Jagd nach schönen Fotomotiven. Die Fototour im ehemaligen Flughafen Tempelhof führte mich auf das Vorfeld und in das Innerste des Flughafengebäudes.

Bei meinem vierstündigen Streifzug konnte ich Artefakte in Form von Fotomotiven aus drei verschiedenen Epochen finden. Im Luftschutzbunker des Zweiten Weltkrieges entdecke ich originale Wandmalereien aus der Vorkriegszeit von Wilhelm Busch. Im ausgebrannten Filmbunker herrscht immer noch eine beklemmende Atmosphäre. Diverse Malereien und der immer noch in der Luft liegende Brandgeruch zeugt noch heute von der Befreiung Berlins. Während der Zeit des Kalten Krieges nutzte die US-Air Force das Gelände. Im Jahr 1992 wurde die Abfertigungshalle ein letztes Mal modernisiert, heute strahlt diese eine gespenstige Ruhe aus. Hier wurden bis zur Schließung am 30.10.2008 bis zu 4 Mio. Passagiere pro Jahr abgefertigt.

Der Flughafen Tempelhof ist nicht nur die Mutter aller Flughäfen, sondern auch ein Symbol für Freiheit. Einerseits durch die Größe aber andererseits, überlebte der Flughafen Diktaturen und Besatzungsmächte. Seine große Bewährung hatte er in den Jahren 1948 bis 1949 während der Berlin Blockade,während dieser Zeit wurde West-Berlin durch sogenannte Rosinenbomber aus der Luft versorgt die minütlich auf dem Rollfeld landeten. An diese Zeit erinnert das Luftbrückendenkmal vor dem Flughafen bis heute.

 

 

 

 


Eines Tages an einem kalten Januarmorgen, auf der Rückfahrt von einer Urbexplorer Fototour entdeckte ich hinter einem imposanten Tor diese geheimnisvolle Villa. Erbaut wurde sie im Jahr 1912 von einem örtlichen Industriellen. Eine eindrucksvolle Stille umhüllte die nackten Steine obwohl das Haus Mitten im Zentrum der Stadt steht. Ich war verblüfft von der Harmonie und der raffinierten Architektur des uralten Gemäuers das in einem weitläufigen Garten trohnt. Ich musste sofort an die Menschen denken die in diesem prächtigen Bau gelebt haben. Die Tür knarrt bedächtig beim Öffnen. Diese Magie des Augenblicks, wenn die Vergangenheit den Raum erfüllt spürte ich auch hier. Ich ging durch einen langer Flur, hier war alles bedeckt von Staub und Spinnweben. Eine Tür führte mich ins großzügige Wohnzimmer. Die Atmosphäre erinnerte an ein Museum, ein wirklich staubiges Museum. Das ganze Haus ist genau so wie es aufgegeben wurde, nichts wurde bewegt, alles ist an seinem Platz, das Geschirr steht auf dem Tisch, die Betten sind gemacht. Wenn einst lebendige Orte aufgegeben werden, stirbt ein Stück Geschichte mit ihnen. Die Spuren wiederzufinden bedeutet, das Vergangene wieder zu entdecken. Die Faszination für geheime Orte hängt vielleicht mit unserem detektivischen Spürsinn zusammen. Vielleicht suchen wir in all diesen verborgenen Schönheiten das Echo unseres unvollendeten Lebens.

 


Keine andere Region die ich bisher bereist habe, hat mich so fasziniert wie Georgien und der Kaukasus. Vielleicht liegt es an der wechselvollen Geschichte und den imposanten Bergen oder den herzlichen und gastfreundlichen Menschen. Auf meiner letzten Urbexplorer Fotoreise durch Georgien fuhr ich am frühen Morgen von Tbilisi auf der großen Heeresstraße die Georgien mit Russland verbindet in Richtung Stephanzminda und dem großen Kazbeg. Die Fahrt dauert etwa 3 Stunden bei normaler Verkehrslage. Stephanzminda oder unter dem früheren Namen Kazbegi bekannt,  liegt etwa zehn Kilometer von der Grenze zur russischen Föderation und am Fuß des mächtigen Mount Kazbeg. Dies ist der dritthöchste Berg Georgiens und der achthöchste Berg des Kaukasus, er erhebt sich auf etwa 5.047 Metern. Der Berg gehört zur Khokh-Kette, einem nördlichen Vorgebirge des Großen Kaukasus.

Unterhalb des Gipfels steht auf etwa 2.170 Metern die „Zminda Sameba“ (deutsch Dreifaltigkeitskirche), sie wurde im 14. Jahrhundert erbaut und beherbergte über Jahrhunderte den georgischen Kronschatz und das Weinrebenkreuz der Heiligen Nino.

Ich machte mich auf zur etwa einstündigen Wanderung hinauf zur „Zminda Sameba“. An diesem Tag war der Wettergott nicht allzu Gnädig zu mir und schickte ein paar Regenschauer und Schneeflocken vom Himmel. Trotzdem ließ ich mich von meinem Plan die 2.170 Meter bis zur Dreifaltigkeitskirche zu besteigen nicht abhalten. Meine Wanderroute führte durch die Gassen der Stadt. Danach ging es auf Feldwegen und Trampelpfaden, entlang an einem zu dieser Jahreszeit reissendem Fluss, zur Ruine eines alten Wachturmes aus Schieferstein. Ein Regenschauer zog auf und der Wind wehte ins mir Gesicht. Da der Himmel immer dunkler wurde, dachte ich schon kurzzeitig ans umkehren und an einen heissen Tee, da sah ich vor mir ein kräftiges grünes Weidetal mit unzähligen Kühen die gemächlich auf dem Gras rum kauten. Ich konnte meine letzten Kräfte mobilisieren und marschierte weiter den steilen Berg hinauf. Je näher ich der Dreifaltigkeitskirche kam umso besser wurde das Wetter. Ganz unschuldig trohnte die märchenhafte „Zminda Sameba“ zwischen den imposanten Bergen auf einem grünen Hügel.

Der Himmel wurde Blau, die Sonne strahlte und die Hauptattraktion, der Kazbeg eingerahmt im Blau des Himmels umgeben von Wolken. Vergessen sind die Strapazen des Aufstiegs, erinnert wurden sie nur durch die nassen Klamotten. Diesen Augenblick hier zu stehen und diese atemberaubende Aussicht zu geniessen würde ich am liebsten für immer festhalten.


Auf meiner Fotoreise nach Georgien und den Kaukasus wurde ich von einem netten georgischen Mädel auf die Bergarbeiterstadt Tschiatura in Imeretien aufmerksam gemacht. Düstere Industrieruinen und Bergarbeitersiedlungen sowie sowjetische Architektur aus der Stalinzeit sollten einen Fotografen und Entdecker wie mich begeistern, sagte Sie mit einem Lächeln.

Von nun an war es  unbedingt mein Ziel einmal in die sagenumwobene Stadt Tschiatura zu fahren, natürlich habe ich das süße georgische Mädel mit auf diese Fototour mitgenommen. Schließlich war Sie selbst noch nie dort, das musste ich ändern.

Früh morgens ging es dann mit einem Jeep von Kutaisi die etwa zweistündige Fahrt durch die Berge in die Industriestadt. Sofort war klar, hier werde ich sehr viele Lost Places Fotomotive finden. Die Kleinstadt liegt abseits der georgischen Verkehrswege von Ost nach West. Von Kutaisi braucht man gut zwei Stunden, ehe man den im Kwirila-Tal gelegenen Ort erreicht. Tschiatura hat eine ungewöhnliche Lage denn die Stadt ist eingepfercht im Tal, die Manganerzminen befinden sich auf den umliegenden Bergen, ist das dortige Haupttransportmittel die Seilbahn.

Hier wird schon seit 1880 Manganerz abgebaut. Auch für die Sowjets, die Anfang der 1920er Jahre das Land annektierten, war das Metall, das vor allem bei der Stahlproduktion Verwendung findet, mehr als interessant. Über Jahrzehnte wurde in die kleine, gebirgige Stadt investiert. In den 50er Jahren errichteten sie ein ganzes Netz an Gondelbahnen, die teilweise noch heute in Betrieb sind. Insgesamt mehrere Dutzend gab es mal, etliche davon fahren nach wie vor – im unveränderten Originalzustand. Ein Teil davon bringt die Minenarbeiter zu ihren Arbeitsplätzen. Auch für den Abtransport des Erzes werden Seilbahnen verwendet, zur Blütezeit der Stadt sollen mehr als 100 Transportgondelbahnen verwendet worden sein.

Liebe Fotofreunde und Explorer wir laden euch zu unserer Georgien & Kaukasus Fotoexpedition 2017 ein! Atemberaubende Landschaftsaufnahmen, entlegene Bergdörfer, quirlige Städte, prächtige Kirchen, Klöster & Burgen das alles mit einer Prise Lost Places und Industriecharme. Fahre mit uns in das höchstgelegene Dorf in Europa und mach mit uns einen Ausritt auf dem Pferd im Bordjomi Nationalpark. Erkunde mit uns die Bergarbeiterstadt Tschiatura mit Ihren Seilbahnen.  Wir zeigen dir geheimnisvolle Orte und vergessene Welten. Mit uns sammelst Du Artefakte in Form von einzigartigen Fotomotiven. Wir brechen auf in unbekanntes Terrain, an Orte, die sich auf Karten nur selten oder gar nicht finden lassen. Diese Orte sind außergewöhnlich und zugleich völlig Real. Wann brichst du mit uns auf in die Fußstapfen der großen Entdecker?

 


Bei unseren Lost Places Fototouren und Reisen können alle Fotofreunde, Urban Explorer und Motivjäger für ein paar Stunden den Alltag zu vergessen und in die Aura der geheimen Orte eintauchen. Bei meiner letzten Erkundungstour entdeckte ich dieses prachtvolle Kloster. Die Größe und Erhabenheit der Mauern ist schier unermesslich. Es ist eine der Größten Klöster in Europa.

Der Initiator der Klosterstiftung war im Jahre 1175 Herzog Boleslaw Wysoki . Er ließ die grauen Mönche aus Pforte a/d Saale herbeiführen und wollte mit ihrer Hilfe die Ideologie und politische Position der Kirche stärken. Die Zisterzienser siedelten sich hier an und wurden die Nachfolger der dort bis dahin lebenden Benediktiner. Herzog Boleslaus starb im Jahre 1201 und wurde in der Klosterkirche begraben. Seither wurde die Kirche zum Mausoleum der schlesischen Piasten. Aus finanziellen Gründen war es dem Kloster nicht möglich alle Güter zu behalten, da die Situation im benachbarten Großpolen instabil war, es kam auch zu Tatareneinfällen. Der Einfall der Mongolen – und die von Heinrich dem Frommen verlorene Schlacht bei Liegnitz (1241) wirkten sich auch für das Kloster äußerst negativ aus. Viele Dörfer waren abgebrannt.

Die angrenzenden Feudalherren stellten erhebliche  Rückforderungen. Trotzdem besaßen die Zisterzienser die meisten Güter aller Klöster in Mittel und Osteuropa. Sie beschäftigten sich mit Gartenbau, Obstanbau, Bienenzucht, Weinanbau und Fischfang. Sie besaßen eigene Mühlen, Fleichbänke und Brotbuden. Außerdem handelten sie mit Salz und Heringen, welche sie zollfrei aus Pommern einführten. Die weitere Aufteilung Schlesiens in viele Herzogtümer brachte es mit sich, dass viele Klöster im Herrschaftsgebiet verschiedener Herzöge lagen. Als das Kloster im XV Jh. seine Blütezeit hatte, begannen die Hussitenkriege und damit verbunden der wirtschaftliche Ruin.

Es kam aber auch zu einer Lockerung der klösterlichen Disziplin. Abt Andreas Hoffmann (1498-1534) gelang es, die Disziplin wieder zu erneuern, das Kloster aus den Schulden zu bringen und die Klostergebäude wieder aufzubauen. Papst Alexander VI zeichnete ihn für seine Verdienste im Jahre 1498 mit den Pontifikalien aus. Während der Reformation kam es zu vielen Austritten der Mönche aus dem Kloster. Im Jahre 1523 wurde Friedrich II Herzog von Liegnitz und wollte 1544 das Kloster säkularisieren. Die Mönche stellten sich erfolgreich dagegen. Sie erhoben jedoch keinen Einspruch zum Übertritt ihrer Untertanen zum Protestantismus. Der Generalabt des Ordens schloß im Jahre 1577 das Kloster an die tschechische Provinz an.

Nach dem Ende des 30-jährigen Krieges begann die Zeit der größten Blüte. Dem Aufbau des Klosterkompexes und der wachsenden strategischen Bedeutung des Klosters waren hier die Gründe. In dieser Zeit wurde das Kloster umfassend ausgebaut und es entstand eine der größten Klosterbauten in Europa. Im Jahre 1740 kam Schlesien unter die Herrschaft Preußens. Friedrich II verordnete der Abtei eine Kontributszahlung. Zur weiteren Verschlechterung führte auch der siebenjährige Krieg mit der Stationierung österreichischer und preußischer Truppen. Im Jahre 1767 wurde das Kloster gezwungen, die merkantile Wirtschaftspolitik Friedrichs II einzuführen. Für die Abtei bedeutete das einen Anstieg der Verschuldung.

Die Wirtschaftsgebäude dienten nach 1817 verschiedenen Zwecken. In den Jahren von 1940-1945 wurden sie zur Munitionsfabrik, von 1945-1948 ein Lazarett für Soldaten der Roten Armee, von 1972/74 zur Ausstellungshalle. In der Zeit von 1975-1995 erfolgte die Instandsetzung des herzöglichen Saales. Seit 1989 obliegt die Betreuung der Klosterobjekte einer Stiftung.


Liebe Fotofreunde, Urban Explorer und Hobbyfotografen! Seid dabei bei unserer spannenden Fotoreise in das Baltikum. Dies wird eine Lost Places Fotoreise und Städtetrip durch die wunderschönen Hauptstädte des Baltikums, wie Vilnius und Riga sein, vollgepackt mit atemberaubenden Fotomotiven.

Diese einst geheimste Stadt der damaligen Sowjetstreitkräfte ist bis heute auf keiner Karte zu finden. Rund 150 Kilometer von der Metropole Riga entfernt, war Skrunda-1 der westlichste Frühwarnposten der sowjetischen Luftverteidigung vor US-Raketenangriffen. Doch zwei Jahrzehnte nach dem Zerfall der UdSSR, zu der Lettland bis 1991 gehörte, erinnern nur noch Kasernenruinen und abblätternde Wandmalereien als stumme Zeugen an den Kalten Krieg. Skrunda-1 besteht aus zehn Mehrfamilienhäusern, einem Supermarkt, einer Schule, einem Kindergarten und sogar einem Nachtklub. Doch der letzte Einwohner ist schon 1999 aus Skrunda-1 weggezogen. Seitdem künden nur noch übriggebliebene Artefakte wie Fotos, Möbel oder Arbeitshefte von der sowjetischen Vergangenheit des Ortes. Rund um die militärischen Einrichtungen wuchs eine Geheimstadt für die Soldaten, Wissenschaftler und Techniker. In der Blütezeit von Skrunda-1 lebten hier 5000 Menschen. Innerhalb eines Rings aus sicheren Checkpoints und abgesicherten Zäunen führten ganze Familien ein völlig normales Leben. Auf den offiziellen Karten waren Städte wie Skrunda-1 nicht zu finden. Viele blieben namenlos oder wurden mit dem Namen der nächstliegenden Stadt und einer Nummer versehen. Skrunda-1 war bis 1998 in Betrieb.


Auf einer unserer Lost Places Fototouren in Görlitz entdeckten wir diesen geheimen Ort. Diese ehemalige Badeanstalt wurde im Jahr 1887 erbaut. Im Zuge der Industrialisierung zu Beginn des 19. Jahrhunderts strömten die Menschen vom Land in die Städte wo Arbeitskräfte in den Fabriken gesucht wurden. Da viele Arbeiterwohnungen zu dieser Zeit noch nicht über ein Bad verfügten, wurden allerorten öffentliche und private Badeanstalten eingerichtet, um die tägliche Hygiene zu gewährleisten und mögliche Krankheiten und Epidemien vorzubeugen. In Görlitz entstanden zu dieser Zeit die Hoffmann´sche Badeanstalt am Lindenweg, das Zentralbad in der Hospitalstraße und das 1887 gegründete Freisebad. Benannt ist letzteres nach seinem Begründer, dem Sanitätsrat Dr. Freise. Hier wurden Wannen-, Dampf- und Heißluftbädern angeboten. Dem medizinischen Charakter der Einrichtung entsprechend, gab es auch Sole-, Fichtennadel-, Moor- und Kräuterbäder. Ergänzt wurde das Angebot elektrische Licht- und durch Kohlensäurebäder. Im Gegensatz zu den anderen Badeanstalten stand dem Gast im Freisebad auch eine moderne Schwimmhalle zur Verfügung. Das Becken war sowohl für Nichtschwimmer als auch für Schwimmer ausgerichtet, so dass sich hier auch diverse Schwimmvereine trafen. Das Freisebad wurde bis in die 1990er Jahre betrieben danach diente es auch als Filmkulisse insbesondere für den Film „The Grand Budapest Hotel“ wurden hier aufwändige Filmsequenzen gedreht.


Fotofestival

Liebe Fotofreunde & Explorer!

VORANKÜNDIGUNG alle weiteren Infos folgen!

Vom 26.08 bis 11.09.2016 findet wieder das Fotofestival in der Europastadt Görlitz/Zgorzelec statt. In diesem Jahr sind auch wir ein Teil der Veranstaltung.

Auf dem Programm steht unter anderem eine Fotoausstellung mit dem Namen „Asylum of Decay“. Diese richtet sich ausschließlich an euch alle die in den letzten Jahren Teil einer oder mehrerer Fototouren und Expeditionen waren. Hier stellen wir die schönsten Bilder von unseren besuchten Lost Places, Sehenswürdigkeiten in Deutschland Europa und der Welt aus.

Ich würde mich freuen wenn auch Ihr alle bei diesem außergewöhnlichen Event dabei seid.

Bewerbt euch ganz einfach mit eurem Foto.

Schickt mir eine E Mail mit eurenm Namen und E Mail Adresse, Telefon sowie Informationen über euch und das entstandene Foto ein: Bitte nur eine Bilddatei der Fotografie, die Du als Bewerbung einreichen möchtest. Bitte achte darauf, dass die längere Kante mindestens 1000 Pixel und maximal 2000 Pixel aufweist.

E Mail: post@urbexplorer.com

 „Am 26. April 1986, ereignete sich im vierten Block des Atomkraftwerks in Tschernobyl eine Serie von Explosionen. Der Supergau von Tschernobyl war die größte technische Katastrophe des zwanzigsten Jahrhunderts“ .

Wir laden alle Lost Places Fotografen, Hobbyfotografen, Urbexer und Geschichtsinteressierte zu unserer Filmreportage „Ein Sommer in Pripjat“ während des Fotofestivals ein. Diese Dokumentation wird von Katja http://www.membaris-art.de präsentiert. Wir wollen euch zeigen, wie es wirklich in der geschlossen Zone rund um das Kernkraftwerk aussieht. Du erfährst mit uns, wer die Menschen sind die dort leben, wie sie leben und was sie uns sagen wollen.

Unser Programm während des Fotofestivals runden diverse Workshops zum Thema Fotografie ab.

Zum Thema malen mit Licht und Lichtkunstfoto wird es ein Fotokurs mit Sven Gerard geben:

Sven Gerard
Light Art Photography & Light Painting
sven@lichtkunstfoto.de
www.lichtkunstfoto.de
www.fb.com/lichtkunstfoto

LichtkunstfotoAlle Infos zum Ablauf werden hier demnächst Online gestellt. Ihr werdet aber auch über den Newsletter oder den sozialen Medien auf dem Laufenden gehalten. Falls Ihr Fragen habt schickt mir eine Nachricht an post@urbexplorer.com.

Wir freuen uns auf euch!


Auf unserer vergangenen Lost Places Fototour in Görlitz entdeckten wir diese ehemalige Fabrik. Die Fans von düsteren Industrieanlagen und detailverliebte Fotografen deren die Zeugnisse der Industrialisierung wichtig sind und diese in Ihren Bildern festhalten wollen, kommen hier voll auf Ihre Kosten. Zu entdecken gibt es ein Heizhaus mit viel Metall, Rost, Moos und Staub. In der Produktionshalle steht eine riesige Dampfmaschine mit scheinbar unendlichen Rohrleitungen die zum angrenzenden Kesselhaus führen.

Als Mitte des 19. Jahrhunderts in der Stadt die wirtschaftliche Blütezeit vor ihrem Höhepunkt stand, ließ man an dieser Stelle eine Dampf-Mälzerei-Brennerei und nördlich davon einen Ziegelofen mit Trockenscheune planen und errichten. Schon 1862 wurde das Grundstück mit den darauf befindlichen Gebäuden an die Herren Koch und Hagspihl aus Dresden verkauft. Bereits ein Jahr später zahlte Guido Oswald Hagsphil seinen Partner Koch für 40.000 Reichsmark aus und war damit alleiniger Besitzer der „Görlitzer Getreidebrennereien, Presshefe – Sprit – und Malzfabriken“. Nachdem der Firmengründer im Jahre 1915 verstorben ist, übernahmen die Söhne die Geschäfte. Im Jahr 1926 wurde die gesamte Fabrik für 600.000 Reichsmark an die damaligen Eigentümer der “UNION Leipziger Presshefefabriken und Brennerei AG” in Leipzig-Mockau verkauft.

Im Jahr  1938 wurde die Fabrik in eine Aktiengesellschaft unter Beteiligung der Henkel & Cie. AG umgewandelt und firmierte weiter unter dem Namen “Görlitzer Getreidebrennerei Hagspihl und Co”. Nach dem 2. Weltkrieg 1945 war die Fabrik erst durch einen Treuhänder in Verwaltung, bis 1955 die Enteignung der Firmeninhaber erfolgte. Die Umstrukturierung in einen volkseigenen Betrieb der DDR und die Eingliederung in die VEB Bramsch –Dresden wurde veranlasst. Die Produktion von Alkohol und Spiritus trat in den Hintergrund, es wurde vornehmlich Hefe – ein Abbauprodukt der Alkoholproduktion – für die Lebensmittelversorgung gebraucht. So wurde die Fabrik eine von fünf der DDR, welche Hefe für die Staaten des Ostblocks produzierte. Es wurden jährlich etwa 4400-4700 t Hefe produziert und 17600-19000 hl reiner Alkohol. Durch die vielen Feiertage und Feste zu DDR-Zeiten gab es Spirituosenmangel, deshalb wurde stetig dafür gesorgt, dass solche produzierenden Betriebe immer vorrangig mit neuster Bürotechnik und Rohstoffen versorgt wurden. Bis zum Jahr 1990 firmierte das Unternehmen unter “VEB Bramsch, Betriebsteil Backhefe Görlitz, Nahrungsmittelkombinat Magdeburg” und dem Ehrentitel “Betrieb der ausgezeichneten Qualitätsarbeit”. Die Auszeichnung der Güte der Hefeproduktion in der Vergangenheit ist noch heute durch eine Vielzahl von Urkunden belegbar.

Die Berliner Treuhandgesellschaft verkaufte im März 1991 die VEB Backhefe an eine Brennerei. Die weitere Produktion von Presshefe ist aus wirtschaftlichen Gründen, abgesehen von der Tatsache, dass einige Maschinen verschwanden oder vor der Übernahme verkauft wurden, eingestellt worden.

Die Fabrik stellte unter geschickter Umnutzung sowie vor aller technischer Verbesserungen und sukzessiver Erneuerung der Anlagen bis ins Jahr 2001 Rohalkohol her. Auch wurde eine Zweigstelle im benachbarten Reichenbach mit einer Kartoffel-Brennerei errichtet. Die Änderung des Bundesmonopolgesetzes 1998 mit Wirkung zum Jahr 2001 stellte einen dramatischen Einschnitt für den Produktionsstandort dar, weil hier durch die Gesetzesänderung unvorbereitet die finanzielle Grundlage entzogen wurde.

Checkt die nächsten Termine zu unserer spannenden Fototour „Kost & Logis“ in Görlitz.