Die Gondel und das Riesenrad

Nach dem Video über das drehende Riesenrad in Prypjat ist ein weiteres Video aufgetaucht.
Vielleicht kann man an Hand der Verzierungen feststellen ob das Rad gedreht wurde, aber vielleicht wurde es auch wieder in die Ausgangsstellung versetzt.
Hier mal zwei Bilder von 2015 und 2016. Einige Verzierungen fehlen schon.

Man sieht deutlich wie die Gondel nach dem Stillstand des Riesenrades weiterhin schwankt. Ob es wirklich der soliden russischen Bauweise zu verdanken ist, oder jemand nur gute Kenntnisse in Cinema4D und Videobearbeitung hat ist weiterhin ungewiss. Für Interessierte mit Russischschwäche wurden Untertitel eingefügt.

Spannende Tschernobyl & Pripjat Tour mit Urbexplorer.com

Abenteuerreise deines Lebens! Wir fahren zum neuen Sarkophag und Kernkraftwerk, wir zeigen dir das Riesenrad und den Autoscooter sowie den riesigen Duga 3 Radarkomplex. Als Höhepunkt besuchen wir auch die Babushkas von Tschernobyl. Ihr werden erfahren wie Sie hier leben und was sie uns zu sagen haben. Das alles in einer kleinen Gruppe von Entdeckern und Abenteurern. https://urbexplorer.com/shop/fototour-tschernobyl-pripyat/


Auf unserer Fotoreise nach Transilvanien wandern wir auf den Spuren von Graf Dracula. Wir begeben uns in die tiefen Wälder und mittelalterlichen Städte von Siebenbürgen. Wir besuchen Burgen, Schlösser, Ruinen, verlassene Kirchen und als Höhepunkt – all diese Orte, wo der Geist von Graf Dracula schwebt, und auch die Orte die mit seiner Legende verbunden sind. Wir erkunden die Städte Siebenbürgens wie zum Beispiel Brasov, Sighisoara, Sibiu, Poienari, Sinaia, Bran und Biertan, prächtige Kirchenburgen wie Viscri (Deutsch Weißkirch) stehen auch auf dem Programm. Zum Ende unserer Expedition verlassen wir die Region Siebenbürgen und machen uns auf den Weg in das Banat.

In dieser Region liegt eines der ältesten Kur- und Heilbäder Europas: Băile Herculane – oder deutsch Herkulesbad. Schon auf das Jahr 153 n. Chr. geht die erste urkundliche Erwähnung von Herkulesbad zurück. In der Zeit des Römischen Reiches war Herkulesbad ein wichtiger Kurort. Er wurde hauptsächlich von römischen Soldaten und hohen Amtsträgern der damaligen Zeit aufgesucht. Später – etwa im 18. und 19. Jahrhundert – besuchten mehrere österreichisch-ungarische Herrscher den Kurort, darunter Franz Josef I. oder Königin Elisabeth. Sie besaßen Ferienhäuser im Kurort und badeten in speziell für sie angelegten Bädern.

Spuren der damaligen Zeit sind immer noch sichtbar. Im Erdgeschoss eines der Hotels vor Ort gibt es heute noch römische Bäder. Eines davon ist noch in Betrieb. Die erste gewölbte Steinbrücke, die in Europa gebaut wurde, oder die bronzene Statue des Herkules sind zwei weitere sehenswerte Monumente und Bauwerke. Auch das im Jahr 1850 errichtete Casino, wo die Adligen der damaligen Zeit abends ihren Spaß hatten, kann vor Ort besichtigt werden. Im Casinogarten kann ein Riesenmammutbaum, der vor zwei Jahrhunderten angepflanzt wurde, bewundert werden. Zu den prominentesten Besuchern von Herkulesbad zählt die Kaiserin Elisabeth, (Sissi) die hier 1887 weilte. Die Villa, in der sie wohnte, erhielt ihren Namen. Sissi hat Herkulesbad sogar ein selbst geschriebenes Gedicht gewidmet. Im Jahr 1896 traf sich hier Kaiser Franz Josef I. mit König Carol I. von Rumänien und Zar Alexander I. von Serbien bei den Feierlichkeiten zur offiziellen Kanaleröffnung des neu geschaffenen schiffbaren Eisernen Tores. Die früheren Kaiser-Appartements, das Kaiserbad und die Kaiserkapelle sowie das Casino können noch immer besichtigt werden.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde auch die Eisenbahnstrecke zwischen Karansebesch und Orschowa fertiggestellt. 1879 wurde das schöne, im barocken Still errichtete Bahnhofgebäude eröffnet, das sich von der einfachen Bauart anderer Bahnhofhäuser deutlich unterscheidet. Der Kuppelbau wurde von Chevalier de Serre ausgeführt und reichlich geschmückt. Somit gehörte Herkulesbad Mitte und Ende des 19. Jahrhunderts zu den schönsten Kurbädern Europas.

Im Ergebnis des Ersten Weltkrieges und des Vertrages von Trianon kam Herkulesbad an Rumänien. Seitdem wurden die Kuranlagen weiter ausgebaut. Nach dem zweiten Weltkrieg, als der Kurort ausgebaut wurde, hat man den alten schönen Ortskern nicht angetastet. Die meisten Kurhotels tragen die Namen römischer Götter.


Pripjat- das nukleare Pompeji wird zunehmend ein besonderes Reiseziel für Lost Places Fotografen, Entdecker und Geschichtsinteressierte. Wenn mich jemand fragt: “Ja, der März ist die beste Reisezeit um die spektakulärsten Fotomotive auf unserer “Pripjat Stalker Tour” zu suchen. Vom 18. März bis 23. März findet unsere erste Pripjat Stalker Tour 2017 statt. Zu dieser Jahreszeit ist die Natur noch im Wintermodus und verbreitet eine düstere Aura.

Auf einer unserer Lost Places Fotoexpeditionen in Polen lernte ich drei Freunde kennen die seit gut einem Jahr regelmäßig und spontan gemeinsam auf Fototour fahren. Mathias, Benni und Markus haben ein gemeinsames Hobby und zwar die Lost Places Fotografie und das Erkunden von verlassenen Orten. Kombiniert ergibt das eine Fülle an Eindrücken, das die Freunde in deren Bildern festhalten.

Matthias hat schon etwa 200 verlassene Orte in 10 Ländern erkundet. Ganz besonders mag er verlassene Kirchen, Schlösser, Kraftwerke, Industrieanlagen und Villen. Er ist auch meist derjenige der die Routen plant. Seine Fotos findet Ihr auf Instagram: Glory of Disrepair. Benni mag verlassene Villen und Industrieanlagen. Er konzentriert sich vor allem auf die Detailfotografie. Zu finden ist er auch auf Instagram: Benji Hultsch

Die fotografischen Vorlieben von Markus sind vor allem alte Industriehallen mit Schaltpulten und Maschinen, Kirchen und ganz besonders alte Autos. Am liebsten Autos aus den 50 gern Jahren. Für diese einzigartigen Fotomotive fuhr er sogar schon in die USA.

Urban Exploration, auch Urban Exploring oder Urbex genannt, ist im Grunde die fotografische Erforschung von verlassenen Orten – auch „Lost Places“ genannt. Diese Orte sind verlassen und erfahren derzeit keine aktive Nutzung mehr. „Take only pictures, leave only footprints” – das ist die goldene Regel beim Urban Exploring. Halte den Verfall fotografisch fest und das einzige was man hinterlassen sollte, sind die eigenen Fußspuren. Kein Vandalismus und kein Diebstahl ist hier oberste Devise!

Trotz aller Spontanität überlassen sie nichts dem Zufall. Da die Touren meist über mehrere Tage gehen werden diese im Vorfeld akribisch geplant. Meistens wird das freie Wochenende für die Touren genutzt.

Als Fotoequipment benutzen die drei die Canon 6D und 5D Mark III, was das tauschen der Objektive untereinander sehr einfach macht.

Markus: „Es geht soweit, das wir uns in der Locations absprechen, wer welche Fotos macht z.B. Benni ist für die Details verantwortlich und Matthias macht die Weitwinkelshots, so sparen wir enorm viel Zeit, um zur nächsten Location zu kommen.“

Bleibt denn überhaupt noch Zeit um die mitunter geschichtsträchtigen Orte auf sich wirken zu lassen oder zählt in erster Linie das Fotomotiv?

Markus: „Nachdem wir die Fotos im Kasten haben genießen wir die Orte und nehmen uns die Zeit Sie in Ruhe zu erkunden.“

Ich freue mich das Ihr auf unserer Lost & Found Explorers Fototour dabei wart und hoffe das wir uns das ein oder andere mal wiedersehen.

Urbex Poland from Benni Hu on Vimeo.

 


Auf einer meiner Lost Places Fototour in diesem Jahr entdeckte ich diesen geheimen Ort. Ein verlassenes Schloss in einer malerischen Umgebung. Für alle Liebhaber der Lost Places Fotografie hat dieses märchenhafte Schloss mit seinen filigranen Verzierungen und dem verwunschenen Schlossgarten  jede Menge Motive zu bieten.

Das Schloss wurde im 16. Jahrhundert als Renaissancebau errichtet. Im Jahr 1750 wurde die barocke Parkanlage angelegt. Ab 1780 war das Schloss im Besitz einer Adelsfamilie und deren Wohnsitz. Von 1787 bis 1790 wurde das Schloss durch Flügelanbauten erweitert. Im Jahr 1870 wütete ein Brand im Schloss, das Schloss wurde danach in klassizistischem Stil mit hohem Turm neu erbaut und im Innern stilgerecht ausgestaltet. Ursprünglich sollte das Schloss ein Stockwerk höher werden; erkennbar ist dies am Schlossturm, der für ein weiteres Stockwerk vorbereitet ist. Der Turm ist 9 Meter höher als der direkt gegenüberliegende Kirchturm der barocken Kirche. Nach dem Zweiten Weltkrieg musste die Adelsfamilie das Schloss verlassen. Seitdem steht das Bauwerk zum großen Teil leer und verfällt. Nach 1945 ging das Schloss in polnisches Staatseigentum über. Zeitweise waren eine Funktionärsschule und eine Landwirtschaftsschule in einem Teil des Gebäudes untergebracht.

Danach hatte das Schloss mehrere Besitzer die viele Pläne hatten, doch leider scheitert jede noch so gute Plan an der Realisierung und den finanziellen Mitteln. Das Schloss liegt in einem Dornröschenschlaf und wartet immer noch auf den Prinzen/Prinzessin das es weckt.


Bei unserer spannenden Fotoexpedition nach Tschernobyl & Pripjat entdeckten wir dieses verlassene Dorf an der weißrussischen Grenze. Unser Weg führte von Tschernobyl aus über die Brücke des Pripyat Flusses auf die andere Uferseite. Es war zwar ein langer und beschwerlicher Weg, denn wir brauchten mit unserem Bus für die 28 Kilometer etwa eine Stunde bis wir in dem Dorf ankamen. Die Natur hat sich mittlerweile nach knapp 30 Jahren viel zurückgeholt. Wo früher eine breite asphaltierte Straße in das Dorf führte ist es heute nur ein kleiner zu gewucherter Waldweg.

Wann das Dorf genau gegründet wurde ist nicht bekannt, im Jahr 1864 lebten hier insgesamt 279 Menschen, im Jahr 1887 waren es dann schon 383 Einwohner wobei davon 101 orthodoxe Juden waren. Diese hatten eine eigene Kirchengemeinde mit einer wunderschönen und noch heute gänzlich erhaltenen orthodoxen Kirche. Im Jahr 1900 lebten im Dorf Krasny schon insgesamt 554 Einwohner. Der größte Teil von ihnen waren Bauern. Im Dorf gab es zu dieser Zeit 4 Kornmühlen und auch zu dieser Zeit wurde in der Nähe der orthodoxen Kirche eine Schule errichtet.

Am Vorabend der Katastrophe von Tschernobyl lebten im Dorf insgesamt 325 Einwohner. Nach der Katastrophe wurden alle Bewohner evakuiert und die Menschen wurden überwiegend in das Dorf Rudnitskoe und Łukaszi in der Region Baryszew im Oblast Kiew umgesiedelt.

Dieses Dorf mit der wunderschönen Kirche besuchen wir wieder bei unserer viertägigen  „Chernobyl Fallout Tour“ im Mai und Oktober 2016.


Bei meinen spannenden Lost Places Fototouren zu geheimen Orten passiert es sehr oft das ich aus dem Staunen nicht mehr raus komme. Genauso war es bei dieser Industriedenkmal aus der Gründerzeit.

Das Elektrizitätswerk was ich heute besucht habe wurde im Jahre 1910 vom Ingenieur Alfred Frisch in der Jugendstil Bauweise erbaut und diente für die Textilfabrik als Hauptenergiequelle. Die Architektur des Turbinenraums ist mit abwechslungsreichen Konturen und großen Fenstern erbaut. Die gesamte Inneneinrichtung besteht unter anderem aus original Jugendstil- Fliesen, die heute noch existieren. Der Detailreichtum ist unermesslich und ist hier fast überall zu entdecken. Jedes Element ist mit großer Sorgfalt und Liebe zum Detail eingebaut. Das Kraftwerk besteht aus zwei miteinander verbundenen Gebäuden, dem Maschinenraum und dem Heizhaus.

Nach dem Krieg wurde die Textilfabrik samt E-Werk in die staatliche Fabrik „Uniontex“ eingegliedert und funktionierte bis zum Jahr 2006. Nach der Liquidation des Unternehmens stehen nun die Gebäude leer.

Vielen Dank an meinen Fotofreund Phillip Kowalke das Du mich zu dieser Perle der Gründerzeit begleitet hast.

 


Heute möchte ich euch auf eine spanende Lost Places Fototour aufmerksam machen die wir einmal im Monat veranstalten.

Das historische Stadtbad in Leipzig wurde nach einer dreijährigen Bauzeit am 15. Juli 1916b feierlich eröffnet. Das Gebäude wurde nach Plänen des Leipziger Architekten Otto Wilhelm Scharenberg als ein repräsentativer „Dreiflügelbau“. Dieser bestach durch seine außergewöhnliche Monumentalität und Weitläufigkeit.

Die Hauptattraktion war eine Wellenanlage die in der Männerschwimmhalle eingebaut war diese konnte bis zu einem Meter hohe Wellen erzeugen. Damals badeten noch Frauen und Männer getrennt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Bad wieder in Betrieb genommen. In den 1980er-Jahren wurde das Innere des Gebäudes umfangreich restauriert. Dennoch musste das Stadtbad wegen baulicher Mängel im Juli 2004 endgültig schließen.

 

Ein Märchen wie aus tausendundeiner Nacht ist die Damensauna im maurischen Stil. Diese steht wegen seiner Einzigartigkeit heute unter Denkmalschutz. Prächtige Säulen und Bögen, filigrane Muster mit Goldverzierungen und dekorative Wandmosaiken versprühten ein orientalisches Flair. Der mit ornamentalen Fliesen versehene Brunnen im Zentrum des Ruheraums ließ die Vorliebe der Mauren für Wasserspiele und Fontänen erahnen.

Gegen den weiteren Verfall wurde im Jahr 2006 die unselbstständige Förderstiftung „Leipziger Stadtbad“ auf Initiative der Kommunalen Wasserwerke Leipzig GmbH gegründet. Im Dezember 2009 erfolgte die Umwandlung in eine selbstständige Stiftung. Ziel der gemeinnützigen Förderstiftung ist es, mittelfristig einen tragfähigen Ansatz zum Erhalt des Leipziger Stadtbades zu erarbeiten und Gelder für die Sanierung zu sammeln.

Bei unserer Lost Places Fototour zum historischen Stadtbad Leipzig hast du bis zu 4 Stunden Zeit diese interessante Location völlig frei zu erkunden. Check die nächsten Termine unter: TERMINE FOTOTOUR STADTBAD LEIPZIG

 

 


Bei unseren spannenden Lost Places Fototouren in Polen entdecken wir viele verlassene evangelische Kirchen. Einige von ihnen werden derzeit von katholischen Gemeinden genutzt, einige von lokalen Kulturzentren und wiederum andere dienen auch heute als Gebetsort für die kleine evangelisch-augsburgische Gemeinde. Leider entdecken wir auch Kirchen die langsam in Vergessenheit geraten und deren bauliche Substanz sich zunehmend verschlechtert. Der bemitleidenswerte Zustand der vielen evangelischen Kirchen entsteht durch einen Mangel an Interesse der Gemeinden und den fehlenden finanziellen Mitteln. Diese Kirche ist im neugotischen Baustil in den Jahren 1785-1788 errichtet worden. Die Kirche beherbergt eine ganz besondere Aura, auch wenn der Verfall schon sichtbar ist. Im Inneren herrscht eigene einzigartige Atmosphäre und die unverwechselbare Architektur dieser Zeit. Heute steht die Kirche leer und wird nicht mehr als Gebetsort genutzt. Eine massive Eichentür schützt sie gegen gegen die fortschreitende Zerstörung. Diesen wunderschönen geheimen Ort haben wir neu in unsere Fotoexpedition „Der Teufel auf dem Kirchturm“ integriert. Weitere Infos zur spannenden Fototour  findet Ihr hier!



Mensch wie die Zeit vergeht! Seit nunmehr einem Jahr erkunden wir für euch spanende Lost Places und geheime Orte um dann dort mit euch auf Fototour zu gehen. Seit dieser Zeit ist ein bunter Korb voller spanender Fototouren und Expeditionen zusammengekommen. Mit uns könnt Ihr düstere Industriedenkmäler, verlassene Kirchen und märchenhafte Schlösser entdecken. Ein Highlight unseres Angebotes ist auch unter anderem die sechstägige Fotoexpedition nach Tschernobyl & Pripyat.

Dieser Erfolg wäre aber nicht Möglich ohne den wichtigsten Teil meines Projektes – die Tourteilnehmer. Deshalb wollte ich nach einem Jahr allen bisherigen Teilnehmern „Danke“ sagen, hierzu habe ich meine Jubiläumsparty am 10. Juli 2015 in der ehemaligen Fleischfabrik der Konsumgenossenschaft Berlin organisiert.

Gestartet haben wir an 18.00 Uhr mit einem Fotowalk durch die Fleischfabrik und das ehemalige Heizhaus des Backwarenkombinates. Die Fleischfabrik Berlin gehörte zur ehemaligen Konsumgenossenschaft einer der größten staatlichen Handelsketten neben der HO (Handelsorganisation). Im Jahr 1994 wurde der Betrieb aufgegeben und der Räucherofen ist seitdem kalt. Die ehemalige Fleischfabrik und das angrenzende Backwarenkombinat sind inzwischen zum Eldorado für weltbekannte Streetart-Künstler geworden.

Nach unserem kleinen Fotowalk konnten wir im Innenhof entspannen. Hier gab es leckeres vom Grill und kalte Getränke. Den Abschluss meiner Jubiläumsparty krönte eine spektakuläre Lightpaintingshow im ehemaligen Heizhaus.

 

Fotogalerie unserer Gäste


Auf einer meiner vergangenen Lost Places Fototour entdeckte ich diesen geheimen Ort. Es ist ein fast vergessenes architektonisches Kleinod. An diesem sonnigen Sommertag wirkte die große Halle des Wasserwerks wie eine riesige Kathedrale auf mich. Die eindringenden Sonnenstrahlen vermischten sich mit dem Staub, Eisen und Rost, dadurch entstand eine ganz besondere Aura die jeden Lost Places Fotografen in seinen Bann zieht.

Das Wasserwerk wurde zwischen 1908 und 1910 erbaut und besteht aus drei Gebäudeteilen: Der großen Halle im Hauptgebäude, einer kleinen Maschinenhalle und dem Bremsberghaus. Das Wasserwerk wurde bereits 1984 in die Denkmalliste der Stadt eingetragen. Der nicht mehr gebrauchte Teil, der ursprünglich die Pumpen aufgenommen hatte, wurde zu einem Atelier und Ausstellungsräumen umgebaut. Die letzten Künstler verließen das Wasserwerk im Jahr 1999. Mittlerweile steht das gesamte Ensemble unter Denkmalschutz.


Auf einer meiner Lost Places Fototouren im letzten Jahr entdeckte ich diesen geheimen Ort. Eine verlassene Kirche in einer malerischen Umgebung direkt an der Unstrut. Für alle Liebhaber der Lost Places Fotografie hat diese ehemalige Pfarrkirche  jede Menge Motive zu bieten.

Über die Entstehung der jetzigen Kirche ist nichts genaues bekannt. Sie wird zum ersten Mal 1351 in den Akten des Klosters Reinsdorf erwähnt. Es war die Pfarrkirche für die Dörfer Krautdorf, der rechts vom Bach gelegene Teil von Pretitz und Weißenschirmbach. 1512 wurde Weißenschirmbach eine eigene Pfarrstelle, 1630 kam Krautdorf nach Liederstädt und Pretitz ganz zu Vitzenburg.

Von der mittelalterlichen Kirche ist das Untergeschoss des Turmes erhalten, die innen kreuzgratgewölbte Sakristei. Aus dieser Zeit (14. Jahrhundert) ist ein kleiner silberner innen vergoldeter Abendmahlkelch erhalten. Dieser Kelch hat unter dem Knauf in gotischer Schrift auf der einen Seite „Maria“ und auf der anderen Seite „got hilf“.

In den Jahren 1713 bis 1715 wurde die Kirche an der alten Stelle neu gebaut. Auf das alte Untergeschoss des Turmes wurde der jetzige achteckige Turmschaft als Glockenturm gesetzt. Die zwei Glocken stammen aus dem Jahr 1573, gegossen vom Erfurter Glockengießer Eckhart Kuchingen. Die größere Glocke trägt die Inschrift: „Gotts Wort bleibet ebig“, die kleinere Glocke hat die selbe Inschrift aber in der Lateinischen Sprache: „Verbum Domino mannet in aethernum“.

Im Inneren der Kirche gibt es einige bemerkenswerte Grabdenkmäler. Hinter dem Altar rechts der Grabstein von Johann Moritz von Heßler und links seiner Gemahlin Henriette Margarethe von Zaschwitz und im Inneren der Kirche der Grabstein des Sohn Friedrich Moritz von Heßler.

Unter der Patronatsloge, die in ihrem Grundbestand noch aus der alten Kirche stammt, befindet sich eine Gruft. Über der Eingangstür sind links das Heßlersche Wappen und rechts das von Zaschwitz zu sehen.

Im Jahr 1822 schlug ein Blitz in die Kirche ein, der aber glücklicherweise nicht zündete jedoch großen Schaden anrichtete. Die Spuren davon sowie barocke Bemalungsreste wurden bei Untersuchungen zur Restauration entdeckt. Bis zur Mitte der 1970 her Jahre war die Kirche noch regelmäßig für Gottesdienste geöffnet. Allerdings fielen in dieser Zeit wiederholt Schiefer vom Turm auf das Kirchendach, sodass später ein regelmäßiger Gottesdienst aus Sicherheitsgründen nicht mehr möglich war.

Seit 1995 begann ein Förderverein „Freunde der Dorfkirche Johannes der Täufer Vitzenburg“ zusammen mit der Kirchengemeinde notwendige Reparaturmaßnahmen in Angriff zu nehmen und den weiteren Verfall zu stoppen. Zunächst wurde mit Arbeiten an der Patronatsloge, am Treppenturm und am Kirchendach begonnen. Im Jahr 1997 wurde das Kirchendach fertig saniert. In den Jahren 1999-2000 wurde der obere Turmschaft instand gesetzt und die Turmhaube neu geschiefert außerdem wurden die Turmkreuze aud Kupfer neu angefertigt und aufgesetzt.

Als nächstes großes Bauvorhaben stehen sämtliche Fenster im Turm und Kirchenschiff an, devot an die umfangreiche Innenrenovierung gedacht werden kann.

Die wunderschöne Dorfkirche „Johannes der Täufer“ besuchen wir regelmäßig im Rahmen unserer Fototour zum Märchenschloss an der Unstrut.

Darüber hinaus unterstützen wir die Freunde der Dorfkirche regelmäßig mit Spenden um den Erhalt und die Restaurierung der Kirche zu erhalten.

Wenn Ihr auch spenden möchtet hier die Bankverbindung des Vereins:

Freunde der Dorfkirche „Johannes der Täufer“
Volksbank Halle/Saale
IBAN: DE83800937840000518050
BIC: GENODEF1HAL

 


Vom 20 bis 25 Juni fand unsere dritte Fotoexpedition in diesem Jahr nach Tschernobyl und Pripyat statt. Vielen Dank an alle Teilnehmer und Lost Place Fotografen die diesmal dabei waren Ihr wart eine tolle, entspannte und sympathische Truppe. Wie immer vergingen die Tage wie im Flug und die Eindrücke dieser spannenden Fotoexpedition bleiben im Kopf. Ich hoffe eure Speicherkarten sind einigermaßen voll geworden und das Ihr auch einen persönlichen Eindruck über die aktuelle Situation und die Menschen in der Sperrzone bekommen habt.

Fototour zu Lost Places

Das Gruppenfoto an der Duga Radarstation

Ein erster Programmpunkt unserer Fotoexpedition nach Tschernobyl und Pripyat ist der Tag in Kiew mit einer interessanten Sightseeingtour durch die Stadt. Hier erkunden wir die geschichtsträchtigen Orte wie den Majdan sowie das Kiewer Höhlenkloster, das Mutter Heimat Denkmal und den Park Witschnoji Slawi. Zur Seite steht uns hier ein toller Guide der auch mittendrin bei den Protesten 2014 war und uns spannende Hintergrundinformationen geliefert hat wie diese Proteste begannen und sich im Verlauf zugespitzt hatten.

Die Sperrzone um Tschernobyl und Pripyat sieht zu jeder Jahreszeit anders aus. Im Frühjahr ist noch alles Kahl und Grau bis dann im April/Mai das erste zarte Grün zu sehen gibt. In den Sommermonaten ist die Vegetation voll ausgeprägt und man kommt sich vor wie im Dschungel. Im Herbst versprüht die Natur hier eine ganz besondere Aura aus bunten, fallenden Blättern und der typischen herbstlichen Atmosphäre. Weitere Termine zur Tschernobyl Fototour im Herbst findet Ihr unter: https://urbexplorer.com/produkt/fototour-tschernobyl-pripyat/


Bei unserer letzten Urbexplorer Fototour zu Lost Places und geheimen Orte entdeckten wir eine ehemalige Druckerei. Auf dem Gelände des  ehemaligen Schlosses Meyerhoff befand sich eines der größten Grafikunternehmen in Łodz und zwar die Gesellschaft „Kotkowski und Co-Druckerei“. Gegründet wurde diese von Boleslaw Fröhlich und Boleslaw Kotkowski. Im August 1939 waren hier bis zu 209 Mitarbeiter beschäftigt und der Jahresumsatz betrug etwa 1,8 Mio. PLN. Nach der Invasion der Wehrmacht im Jahr 1939 wurden über die Hälfte der Mitarbeiter entlassen und einige wurden auch verhaftet und sogar verschleppt. Bei dem Rückzug der Nazis am 18. Januar 1945 aus Łodz wurden auch die wertvollsten Druckmaschinen geraubt. Unmittelbar nach dem Krieg wurde die Firma erst einmal von den Mitarbeitern geführt bis der Betrieb dann schließlich verstaatlicht wurde. Bis zur Schließung firmierte es unter dem Namen „Łódzkie Zakłady Graficzne“. Zur Zeit stehen die Produktionshallen leer.


Bei meiner letzten Lost Places Fototour entdeckte ich diese magische verlassene evangelische Kirche. Wenn man etwas Glück hat kann man im Inneren ein spektakuläres Lichtspiel erleben. Genau dann wenn die Sonne durch die Mauerritzen scheint und im inneren der Kirche auf den staubigen Boden oder die Überreste der Gruft trifft.

 

Dies ist eine der ältesten evangelischen Kirchen in Polen und 1743 bis 1749 errichtet. Das Äußere der Kirche ist durch seine Schlichtheit gekennzeichnet. Das mit Dachziegeln gedeckte Satteldach ist dem ovalen Bauwerksgrundriss angepasst. Dem ovalen Fußboden entspricht eine ebenfalls ovale schmucklose Kuppeldecke, die von eckigen und verzierten Säulen getragen wird. Ringsherum umlaufen den Kircheninnenraum zwei breite Galerien. Die Galerien sind durch gerade Treppen erreichbar. Die Kirche gehörte zum Anwesen der Grafen von Reichenbach.

Die späteren Grafen von Reichenbach waren ein schlesisches Uradelsgeschlecht. Seine Besitzungen lagen überwiegend in den Herzogtümern Schweidnitz-Jauer und Münsterberg, aber auch in der bis 1763 unmittelbar zu Böhmen gehörenden Grafschaft Glatz. Der erste urkundlich fassbare Familienangehörige ist der Lokator Wilhelm, der 1258 als Schultheiß und 1266 als Vogt von Reichenbach belegt ist. Reichenbach gehörte damals zum Herzogtum Breslau und gelangte 1290/91 an das Herzogtum Schweidnitz. Das Geschlecht war ursprünglich in fünf Stämme geteilt, von denen heute nur noch ein Stamm seit dem 18. Jahrhundert fortbesteht.

Dessen Stammreihe beginnt mit Cunze Bieler (bzw. Bielau oder Bela), 1438 Burggraf zu Schatzlar, und Herr auf Fischbach. Sein Sohn Cunze nahm den alten Namen Reichenbach wieder an und nannte sich Cunze von Reichenbach, Bieler genannt. Das Geschlecht erlangte am 30. Mai 1665 den böhmischen Freiherrnstand, am 16. Januar 1678 den böhmischen Herrenstand und am 10. März 1730 den böhmischen Grafenstand. Nach der Eroberung Schlesiens durch Preußen wurde die Familie umgehend von Friedrich II. mit der Würde eine Generalpostmeisters für Niederschlesien (6. November 1741) ausgezeichnet. Diese nicht erbliche Würde wurde jedoch bereits am 7. Januar 1752 in die erbliche Würde einen Erblandpostmeisters für ganz Schlesien umgewandelt. Bald darauf, am 5. Juli 1752, erhielt ein anderen Zweig der Familie die erbliche Würde eine Obererbjägermeisters in Schlesien.

Diese geheimnisvolle Kirche haben wir in unserem Tourenprogramm von urbexplorer.com. Einmal im Monat könnt Ihr mit uns auf Fotoexpedition “ Der Teufel auf dem Kirchturm“ gehen. Checkt die nächsten Termine unter: https://urbexplorer.com/produkt/der-teufel-auf-dem-kirchturm/


Die Kirche wurde vom Architekten Carl Gotthard Langhans auf einem elliptischen Grundriss entworfen und 1796 bis 1797 errichtet. Einige Kunsthistoriker schreiben das Werk jedoch dem Baumeister Grundmann zu. 1872 wurde an die südöstliche Außenwand ein aus Sandstein gemauerter Glockenturm nach einem Entwurf des Bunzlauer Architekten Peter Gansel angefügt.

Das Äußere der Kirche ist durch seine Schlichtheit gekennzeichnet. Das mit Dachziegeln gedeckte Satteldach ist dem ovalen Bauwerksgrundriss angepasst. Dem ovalen Fußboden entspricht eine ebenfalls ovale schmucklose Kuppeldecke, die von runden, glatten Säulen getragen wird. Ringsherum umlaufen den Kircheninnenraum zwei breite Galerien mit einer vollen hölzernen Brüstung. Die Galerien sind durch gerade Treppen erreichbar.

Seit 1945 blieb die Kirche ungenutzt, die nun im Dorf wohnenden Katholiken besuchen die benachbarte Johann-Nepomuk-Pfarrkirche. Die Kirche diente zuerst als Schafstall, dann als Quelle für Baustoffe für private Zwecke. Das Gebäude verfiel langsam zur Ruine. Die Fensterrahmen wurden herausgerissen. Die Spitze des Kirchturms stürzte ab. Ohne sofortige Hilfe drohte die ganze Kirche einzustürzen. Vorläufig wurden die Fensteröffnungen zugemauert, aber bei jedem Regen drang durch das löchrige Dach Wasser ein.

Neben der Kirche befindet sich ein verlassener, evangelischer Friedhof. Viele Grabsteine gingen hier aber schon verloren.

Am 17. Juli 2013 hat die Warschauer Stiftung „Twoje Dziedzictwo” die Kirche mit dem alten evangelischen Friedhof übernommen und sammelt derzeit Geld, um zuerst das Dach zu reparieren und das Gebäude vor dem Verfall zu schützen. Auch das polnische Kulturministerium hat finanzielle Hilfe versprochen. Am 24. Juni 2014 wurden die Bauarbeiten beim Wiederaufbau der Kirche offiziell begonnen.

Mit unseren Fototouren unterstützen wir den Verein beim Wiederaufbau in Form einer angemessenen Spende für den Wiederaufbau dieser wunderschönen Kirche. Checkt die nächsten Termine der Fotoexpedition „Der Teufel auf dem Kirchturm“ https://urbexplorer.com/produkt/der-teufel-auf-dem-kirchturm/


Der riesige Gebäudekomplex wurde im Jahr 1929 von den Deutschen gebaut und diente später der Wehrmacht als Krankenhaus. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Areal von der Sowjetarmee übernommen und als Militärkrankenhaus weiter betrieben. Das in einem ruhigen Waldstück gelegene riesige Krankenhaus konnte bis zu 650 Patienten aufnehmen wurde aber in der Regel nicht einmal zur Hälfte ausgelastet.

Auf dem mit einer hohen Betonmauer umzäunten Gelände standen etwa ein Dutzend Gebäude. Das größte dieser dreistöckigen Gebäude ist über 250 Meter lang. Im Inneren hat man den Eindruck das die Flure, schier Endlos sind. Um uns herum sind hunderte von Räumen und unterstreichen hier das Gefühl sich zu verirren. Dieser Eindruck wird durch einen sehr dunklen, langen Keller verstärkt. Das Ganze verstärkt durch eine erstaunliche Stille. Es gab mehrere Zweige der Chirurgie sowie der Psychiatrie, Orthopädie und diverse Betriebsräume .

In ihrer Blütezeit war es ein sehr gut ausgestattetes Krankenhaus mit für damalige Zeiten, moderner Ausrüstung. Auf dem Gelände gibt es mehrere weitere Gebäude wie zum Beispiel eine Abteilung für Kinder, eine Apotheke, Küche, Esszimmer, Konferenzraum, Shop, Kino und ein recht großes Schwimmbad. Das kleine Gebäude daneben war eine Krankenhauskapelle und auf dessen Rückseite befand sich der Seziersaal. Wenn man diesen betritt und diesen einzigartigen Geruch verspürt, bekommt man auch als hartgesottener Gänsehaut.


Vielen Dank an alle Teilnehmer unserer ‪Fotoexpedition‬ nach ‪Tschernobyl‬ und ‪Pripyat‬ vom 30.04 bis 05.05! Nach einer beschwerlichen Rückfahrt bedingt durch den Streik der GDL sind wir nun alle glücklich, mit vollen Speicherkarten sowie vielen Eindrücken im Kopf in Berlin angekommen. Ich kann nur sagen Ihr wart eine entspannte und lustige Gruppe und auch super Explorer. Es hat mir sehr viel Spass gemacht mit euch zu reisen. Vielen Dank an Gerry Langer Photography für das Gruppenfoto und an MOE wedding Photography  ….очень охотно! Freie Plätze für unsere nächste Fotoexpedition findet Ihr unter: https://urbexplorer.com/produkt/tschernobyl-und-prypjat/

Fotoexpedition Tschernobyl und Pripyat

Fotoexpedition Tschernobyl und Pripyat

"Operationssaal"

„Operationssaal“

"Krankenhausflur"

„Krankenhausflur“

entdeckt im Krankenhaus in Pripyat

entdeckt im Krankenhaus in Pripyat

Hinter den Kulissen

Hier haben wir einige Schnappschüsse der Teilnehmer unserer Fotoexpedition Tschernobyl. Es war wie eine Reise „Europa in drei Tagen“ aber die Strapazen haben sich gelohnt. Was zählt sind die Eindrücke im Kopf!

 

 


Die Stadt Pripyat liegt etwa vier Kilometer vom Kernkraftwerk Tschernobyl entfernt und wurde im Jahr 1970 für die Mitarbeiter des Kraftwerks gebaut. Die Stadt war einen sogenannte „Reißbrettstadt“ denn sie würge gänzlich neu gebaut. Zum Zeitpunkt der Katastrophe lebten in Pripyat etwa 55.00 Einwohner und das Durchschnittsalter war 25 bis 30 Jahre. Es wurden zu damaliger Zeit moderne Wohnungen sowie ein Bahnhof, mehrere Krankenhäuser, Kindergärten einen Hafen und einen Vergnügungspark direkt im Zentrum der Stadt.

Der Unfall im Atomkraftwerk Tschernobyl ereignete sich am 26.4.1986. Er gilt als die größte Kernkraftkatastrophe in der Geschichte. Die Explosion ereignete sich im vierten Block des Atomkraftwerks in Tschernobyl. Das Atomkraftwerk Tschernobyl war damals eines der größten auf der Welt. In der verhängnisvollen Nacht des 26. April führte man im Kraftwerk ein Experiment durch, bei dem der untätige Bereich der Anlage des Turbo-Generators getestet werden sollte. Überhitzender Kraftstoff verursachte die Zerstörung der Generatoroberfläche.

Die Explosionen des Kraftwerks setzten radioaktive Substanzen frei, die bis auf eine Höhe von 1,5 km in die Luft stiegen. In dieser Höhe wehte der Wind der zu diesem Zeitpunkt aus südöstlicher Richtung kam, die radioaktive Wolke bis nach Skandinavien. Als der Wind sich wieder drehte Wolke flog über Skandinavien und wieder zurück in die Ukraine. Eine zweite kontaminierte Wolke zog daher über Polen, Richtung Südwesten.  Der Supergau von Tschernobyl trieb das Strahlenniveau auf das Tausendfache der natürlichen Strahlung. Die Evakuierung erfolgte aus Gründen der Desinformationsstrategie der damaligen sowjetischen Behörden erst am nächsten Tag. Den Menschen wurde gesagt, dass sie die nötigsten Dinge mittnehmen sollten, nach drei Tagen könnten sie zurückkehren. Die Bevölkerung wurde bewusst falsch informiert um eine Panik zu vermeiden und damit die Menschen nicht zu viel Gepäck mitnehmen.

Auf unserer Fotoexpedition findest Du in Pripyat viele Details, verrostete Geräte, alte Propagandaschriften und aus der Zeit gefallene sozialistische Slogans. Diese sind hier überall zu finden – in Kulturhäusern, im Hotel, Krankenhaus, Polizeistation sowie in Schulen und Kindergärten. Eine Fotoexpedition mit den Lost & Found Explorers nach Pripyat ist wie eine Reise in die Vergangenheit mit dem Unterschied, dass man in einer Geisterstadt ohne einen einzigen Bewohner ist.

Wir laden alle Lost Places Fotografen zu dieser Fotoexpedition an diesen faszinierenden Ort. Es wird eine einzigartige Gelegenheit, um mit uns auf eine fotografische Entdeckungsreise in die Ukraine zu gehen.

Als kleinen Vorgeschmack habe ich hier einen kurzen Film der vergangenen Fotoexpedition zusammengestellt:

Wir wollen euch zeigen, wie es wirklich in der geschlossen Zone rund um das Kernkraftwerk aussieht. Du erfährst mit uns, wer die Menschen sind die dort leben, wie sie leben und was sie uns sagen wollen. Wir möchten, das diese Fotoexpedition Deine persönliche Fotoreportage in der geschlossenen Zone von Tschernobyl, 28 Jahre nach dem Ausbruch des Kraftwerks ist. Die Auswirkungen, die das Leben von Zehntausenden von Menschen, nicht nur in der Ukraine und Weißrussland verändert haben wirst Du hier erleben.

Unsere Fotoexpedition richtet sich an alle Fotografen und Hobbyfotografen sowie Geschichtsinteressierte. Wir wollen das Du diesen Ort mit deinen eigenen Augen wahrnimmst und deine persönlichen Fotomotive findest genau so wie Du diesen Ort gesehen hast.

Nach der Fotoexpedition und Rückkehr nach Deutschland möchte ich eine Ausstellung der Fotos organisieren, die die persönliche Sichtweise jedes einzelnen Teilnehmers die Eindrücke und Erfahrungen von Tschernobyl darstellt.

Checkt die nächsten Termine für diese spannende Fotoexpedition: https://urbexplorer.com/produkt/tschernobyl-und-prypjat/