Tschiatura – die düstere Bergarbeiterstadt

Auf meiner Fotoreise nach Georgien und den Kaukasus wurde ich von einem netten georgischen Mädel auf die Bergarbeiterstadt Tschiatura in Imeretien aufmerksam gemacht. Düstere Industrieruinen und Bergarbeitersiedlungen sowie sowjetische Architektur aus der Stalinzeit sollten einen Fotografen und Entdecker wie mich begeistern, sagte Sie mit einem Lächeln.

Von nun an war es  unbedingt mein Ziel einmal in die sagenumwobene Stadt Tschiatura zu fahren, natürlich habe ich das süße georgische Mädel mit auf diese Fototour mitgenommen. Schließlich war Sie selbst noch nie dort, das musste ich ändern.

Früh morgens ging es dann mit einem Jeep von Kutaisi die etwa zweistündige Fahrt durch die Berge in die Industriestadt. Sofort war klar, hier werde ich sehr viele Lost Places Fotomotive finden. Die Kleinstadt liegt abseits der georgischen Verkehrswege von Ost nach West. Von Kutaisi braucht man gut zwei Stunden, ehe man den im Kwirila-Tal gelegenen Ort erreicht. Tschiatura hat eine ungewöhnliche Lage denn die Stadt ist eingepfercht im Tal, die Manganerzminen befinden sich auf den umliegenden Bergen, ist das dortige Haupttransportmittel die Seilbahn.

Hier wird schon seit 1880 Manganerz abgebaut. Auch für die Sowjets, die Anfang der 1920er Jahre das Land annektierten, war das Metall, das vor allem bei der Stahlproduktion Verwendung findet, mehr als interessant. Über Jahrzehnte wurde in die kleine, gebirgige Stadt investiert. In den 50er Jahren errichteten sie ein ganzes Netz an Gondelbahnen, die teilweise noch heute in Betrieb sind. Insgesamt mehrere Dutzend gab es mal, etliche davon fahren nach wie vor – im unveränderten Originalzustand. Ein Teil davon bringt die Minenarbeiter zu ihren Arbeitsplätzen. Auch für den Abtransport des Erzes werden Seilbahnen verwendet, zur Blütezeit der Stadt sollen mehr als 100 Transportgondelbahnen verwendet worden sein.

Liebe Fotofreunde und Explorer wir laden euch zu unserer Georgien & Kaukasus Fotoexpedition 2017 ein! Atemberaubende Landschaftsaufnahmen, entlegene Bergdörfer, quirlige Städte, prächtige Kirchen, Klöster & Burgen das alles mit einer Prise Lost Places und Industriecharme. Fahre mit uns in das höchstgelegene Dorf in Europa und mach mit uns einen Ausritt auf dem Pferd im Bordjomi Nationalpark. Erkunde mit uns die Bergarbeiterstadt Tschiatura mit Ihren Seilbahnen.  Wir zeigen dir geheimnisvolle Orte und vergessene Welten. Mit uns sammelst Du Artefakte in Form von einzigartigen Fotomotiven. Wir brechen auf in unbekanntes Terrain, an Orte, die sich auf Karten nur selten oder gar nicht finden lassen. Diese Orte sind außergewöhnlich und zugleich völlig Real. Wann brichst du mit uns auf in die Fußstapfen der großen Entdecker?

 

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2 replies on “Tschiatura – die düstere Bergarbeiterstadt

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