Neue Termine im Herbst – Tschernobyl und Pripyat

Die Stadt Pripyat liegt etwa vier Kilometer vom Kernkraftwerk Tschernobyl entfernt und wurde im Jahr 1970 für die Mitarbeiter des Kraftwerks gebaut. Die Stadt war einen sogenannte „Reißbrettstadt“ denn sie würge gänzlich neu gebaut. Zum Zeitpunkt der Katastrophe lebten in Pripyat etwa 55.00 Einwohner und das Durchschnittsalter war 25 bis 30 Jahre. Es wurden zu damaliger Zeit moderne Wohnungen sowie ein Bahnhof, mehrere Krankenhäuser, Kindergärten einen Hafen und einen Vergnügungspark direkt im Zentrum der Stadt.

Der Unfall im Atomkraftwerk Tschernobyl ereignete sich am 26.4.1986. Er gilt als die größte Kernkraftkatastrophe in der Geschichte. Die Explosion ereignete sich im vierten Block des Atomkraftwerks in Tschernobyl. Das Atomkraftwerk Tschernobyl war damals eines der größten auf der Welt. In der verhängnisvollen Nacht des 26. April führte man im Kraftwerk ein Experiment durch, bei dem der untätige Bereich der Anlage des Turbo-Generators getestet werden sollte. Überhitzender Kraftstoff verursachte die Zerstörung der Generatoroberfläche.

Die Explosionen des Kraftwerks setzten radioaktive Substanzen frei, die bis auf eine Höhe von 1,5 km in die Luft stiegen. In dieser Höhe wehte der Wind der zu diesem Zeitpunkt aus südöstlicher Richtung kam, die radioaktive Wolke bis nach Skandinavien. Als der Wind sich wieder drehte Wolke flog über Skandinavien und wieder zurück in die Ukraine. Eine zweite kontaminierte Wolke zog daher über Polen, Richtung Südwesten.  Der Supergau von Tschernobyl trieb das Strahlenniveau auf das Tausendfache der natürlichen Strahlung. Die Evakuierung erfolgte aus Gründen der Desinformationsstrategie der damaligen sowjetischen Behörden erst am nächsten Tag. Den Menschen wurde gesagt, dass sie die nötigsten Dinge mittnehmen sollten, nach drei Tagen könnten sie zurückkehren. Die Bevölkerung wurde bewusst falsch informiert um eine Panik zu vermeiden und damit die Menschen nicht zu viel Gepäck mitnehmen.

Auf unserer Fotoexpedition findest Du in Pripyat viele Details, verrostete Geräte, alte Propagandaschriften und aus der Zeit gefallene sozialistische Slogans. Diese sind hier überall zu finden – in Kulturhäusern, im Hotel, Krankenhaus, Polizeistation sowie in Schulen und Kindergärten. Eine Fotoexpedition mit den Lost & Found Explorers nach Pripyat ist wie eine Reise in die Vergangenheit mit dem Unterschied, dass man in einer Geisterstadt ohne einen einzigen Bewohner ist.

Wir laden alle Lost Places Fotografen zu dieser Fotoexpedition an diesen faszinierenden Ort. Es wird eine einzigartige Gelegenheit, um mit uns auf eine fotografische Entdeckungsreise in die Ukraine zu gehen.

Als kleinen Vorgeschmack habe ich hier einen kurzen Film der vergangenen Fotoexpedition zusammengestellt:

Wir wollen euch zeigen, wie es wirklich in der geschlossen Zone rund um das Kernkraftwerk aussieht. Du erfährst mit uns, wer die Menschen sind die dort leben, wie sie leben und was sie uns sagen wollen. Wir möchten, das diese Fotoexpedition Deine persönliche Fotoreportage in der geschlossenen Zone von Tschernobyl, 28 Jahre nach dem Ausbruch des Kraftwerks ist. Die Auswirkungen, die das Leben von Zehntausenden von Menschen, nicht nur in der Ukraine und Weißrussland verändert haben wirst Du hier erleben.

Unsere Fotoexpedition richtet sich an alle Fotografen und Hobbyfotografen sowie Geschichtsinteressierte. Wir wollen das Du diesen Ort mit deinen eigenen Augen wahrnimmst und deine persönlichen Fotomotive findest genau so wie Du diesen Ort gesehen hast.

Nach der Fotoexpedition und Rückkehr nach Deutschland möchte ich eine Ausstellung der Fotos organisieren, die die persönliche Sichtweise jedes einzelnen Teilnehmers die Eindrücke und Erfahrungen von Tschernobyl darstellt.

Checkt die nächsten Termine für diese spannende Fotoexpedition: http://urbexplorer.com/produkt/tschernobyl-und-prypjat/

 

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