Der Enguri Staudamm in Georgien

Auf unserer spannenden Urbexplorer „Georgien & Kaukasus“ Fotoreise besuchten wir den mächtigen Staudamm in den kaukasischen Bergen. Der mächtige Damm des Enguri-Wasserkraftwerks, der sich in der Nähe der Stadt Jvari befindet, wurde vor kurzem in die Liste der bedeutendsten Kulturgüter des Landes aufgenommen. Im Jahr 1977 fertiggestellt, war der Damm das Endergebnis einer 50 jährigen Planungs- und Bauzeit. Die entsprechenden Planungen für den Bau wurden vor dem ersten Weltkrieg von Niko Nikoladze (1843-1928) eingeleitet. Mit dem Ziel, Wege zu finden, um Georgiens reiches Wasserkraftpotential zu nutzen, lud Nikoladze Ingenieure aus Russland ein  um die Machbarkeit für den Bau zu untersuchen.

Nachdem sich in der Folgezeit des ersten und zweiten Weltkrieges die politische Landschaft sich in Russland, Kaukasus und Europa nachhaltig verändert hat wurde das Projekt erst einmal auf Eis gelegt. Schließlich entschied man sich im Jahr 1961 das Projekt voranzutreiben. Mit der Bautätigkeit wurde unverzüglich begonnen.

Der Enguri-Dammbau war das bisher größte Industrieprojekt in Georgien das wegen seiner Größe und der schnellen Bauzeit auch internationale Experten und globale Ingenieurpublikationen aufmerksam machte. Einige Zeit war der Enguri-Staudamm das größte gewölbte Bauwerk der Welt, bis ein Bau eines größeren Staudammprojekts in China im Jahr 2012 begann.

Geographisch befindet sich der Damm auf georgisch kontrolliertem Territorium, während die Trafostation des Kraftwerks zur Stromerzeugung dient unter  Abchasischer Kontrolle steht. Aus diesem Grund wird es gemeinsam von Mitarbeitern von beiden Seiten der Verwaltungsgrenze betrieben. Der Strom, der durch den Damm erzeugt wird, deckt fast die Hälfte des georgischen Bedarfes.

 

 

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