Auf unserer spannenden Urbexplorer „Georgien & Kaukasus“ Fotoreise besuchten wir den mächtigen Staudamm in den kaukasischen Bergen. Der mächtige Damm des Enguri-Wasserkraftwerks, der sich in der Nähe der Stadt Jvari befindet, wurde vor kurzem in die Liste der bedeutendsten Kulturgüter des Landes aufgenommen. Im Jahr 1977 fertiggestellt, war der Damm das Endergebnis einer 50 jährigen Planungs- und Bauzeit. Die entsprechenden Planungen für den Bau wurden vor dem ersten Weltkrieg von Niko Nikoladze (1843-1928) eingeleitet. Mit dem Ziel, Wege zu finden, um Georgiens reiches Wasserkraftpotential zu nutzen, lud Nikoladze Ingenieure aus Russland ein  um die Machbarkeit für den Bau zu untersuchen.

Nachdem sich in der Folgezeit des ersten und zweiten Weltkrieges die politische Landschaft sich in Russland, Kaukasus und Europa nachhaltig verändert hat wurde das Projekt erst einmal auf Eis gelegt. Schließlich entschied man sich im Jahr 1961 das Projekt voranzutreiben. Mit der Bautätigkeit wurde unverzüglich begonnen.

Der Enguri-Dammbau war das bisher größte Industrieprojekt in Georgien das wegen seiner Größe und der schnellen Bauzeit auch internationale Experten und globale Ingenieurpublikationen aufmerksam machte. Einige Zeit war der Enguri-Staudamm das größte gewölbte Bauwerk der Welt, bis ein Bau eines größeren Staudammprojekts in China im Jahr 2012 begann.

Geographisch befindet sich der Damm auf georgisch kontrolliertem Territorium, während die Trafostation des Kraftwerks zur Stromerzeugung dient unter  Abchasischer Kontrolle steht. Aus diesem Grund wird es gemeinsam von Mitarbeitern von beiden Seiten der Verwaltungsgrenze betrieben. Der Strom, der durch den Damm erzeugt wird, deckt fast die Hälfte des georgischen Bedarfes.

 

 


Auf einer unserer bisherigen Tschernobyl Reisen bekamen wir im Rahmen unserer Pripjat Stalker Tour die Genehmigung die geheime Militärstadt „Chernobyl 2“ und die gigantische Radarstation Duga 3 zu erkunden. Die einzige Zufahrt zum Gelände der geheimen Militärstadt ist ein holpriger Weg aus aneinander gereihten Betonplatten das mich gleich an die Autobahnen in der ehemaligen DDR erinnert hat. Der Weg führte kilometerweit durch einen dichten Nadelwald der bei Baubeginn dieser Anlage künstlich angelegt wurde. Getarnt war das Gelände als ein Kinderferienlager.

Auf unserer Fahrt passieren wir eine verlassene Bushaltestelle wo uns noch heute der Bär „Mischka“ -das offizielle Maskottchen der Olympischen Sommerspiele 1980- freundlich begrüßt hat. Nach etwa 45 Minuten Fahrt werden langsam im Morgennebel die gewaltigen Umrisse der Radaranlagen sichtbar. Vor einem grünen Tor mit silbernen Sowjetsternen verzierten Tor endet unsere Fahrt. Von hier aus geht es nun zu Fuß auf das geradezu von Mythen umgebene Gelände.

Der Ort trägt viele Namen: “Russian Woodpecker”- für das typische Specht-ähnliche Klopfgeräusch im Radioempfang, “Steel Yard” – als NATO-Codename oder “DUGA-3“ – als Bauartbezeichnung. Um für Verwirrung beim potentiellen Feind zu sorgen, wurde tatsächlich der bescheidene Name “Tschernobyl-2” genutzt. Von der Bauphase des Komplexes Anfang der 70er Jahre bis zur Katastrophe 1986 und einige Jahre danach unterlag die Radaranlage der strengsten militärischen Geheimhaltung. Selbst die Bewohner der 12 Kilometer entfernten Stadt Pripjat wussten nicht genau, worum es sich bei dem Ungetüm, das über den Wald herausragte, tatsächlich handelte. Sie wunderten sich über die riesiegen Kräne, mit Hilfe deren man die stählerne Konstruktion montiert hatte. Parallel entstand eine kompakte Militärsiedlung aus 5-stöckigenWohnblocks für die Familien der bediensteten Spezialisten und Offiziere. Auch einige Jahre nach der Katastrophe wurde die Anlage streng bewacht. Ein entspannter Wachmann macht nach einem kurzen Anwesenheitscheck das Tor auf. Nun beginnt unsere Erkundungstour in eine geheime Welt.


Liebe Abenteurer, Fotofreunde und Entdecker! Mit unserer Bajkonur & Aral See Fotoexpedition begebt Ihr euch auf eine spannende Zeitreise in die Vergangenheit. Mit uns entdeckst Du Reiseziele die Abseits der touristischen Pfaden liegen. Wir gieren förmlich danach, Orte zu finden, die verborgen und auf keiner Landkarte verzeichnet sind. Wir sind auf den Spuren der Entdecker und suchen geheime Länder und Orte die uns überraschen. Mit uns erkundest Du mit einer Gruppe von Fotofreunden, Explorern und Abenteurern geheimnisvolle Orte und vergessene Welten. Mit uns sammelst Du Artefakte in Form von einzigartigen Fotomotiven.

Rundreise durch Kasachstan mit dem Besuch eines ehemaligen Truppenübungsplatzes, die Schiffe und Fischerdörfer am Aral-See. Als Highlight erkunden wir den Weltraumbahnhof Bajkonur.

Foto & Expeditionsreise nach Bajkonur und dem Aralsee

Wir brechen auf zu einer Expedition nach Kasachstan und erkunden gemeinsam einen ehemaligen Truppenübungsplatz der sowjetischen Armee, die verrosteten Schiffe und die aufgegebenen Fischerdörfer am Aral-See und als Highlight erkunden wir gemeinsam an zwei Tagen den Weltraumbahnhof Bajkonur und dürfen sogar einen Raketenstart miterleben. Aber auch atemberaubende Landschaften, Seen und Schluchten warten darauf fotografisch festgehalten zu werden. Auch diese Fotoexpedition findet im bewährten Urbexplorer Style statt, locker und entspannt mit einer kleinen Gruppe von Entdeckern. Mach Dir selbst ein Bild!

Der Wasserspiegel des Aralsees war schon immer großen Schwankungen ausgesetzt. Ein wichtiger Grund dieser Schwankungen liegt darin, dass die beiden Zuflüsse über flaches Schwemmland flossen, so dass bereits geringe Veränderungen des Flussbettes große Wassermassen umlenken konnten. Große Teile des Aralsees waren sehr flach, folglich reduzierte auch ein verhältnismäßig geringer Rückgang des Wasservolumens schnell seine Oberfläche. Auch bewirkten die heißen Sommer eine große Verdunstung des Oberflächenwassers. Daher führte ein Ausbleiben der Zuflüsse sehr rasch zu einem starken Rückgang der Wassermenge.

Das Zarenreich entdeckte schon sehr früh diese Gegend als Rohstoffquelle, man erkannte das Potenzial im Baumwollanbau und nutzte gegen Ende des 19. Jahrhunderts schon große Flächen dafür. Der Fischfang im Aralsee hatte bislang kaum eine überregionale Rolle gespielt. Er wurde seit den zwanziger Jahren ausgeweitet. Ende der zwanziger Jahre wurden noch etwa 5.000 Tonnen Fisch im Jahr gefangen, diese Zahl stieg bis in die 50er Jahre auf 44.000 Tonnen. Der Fischfang ernährte etwa 60.000 Fischer mit ihren Familien.

Rundreise durch Kasachstan mit dem Besuch eines ehemaligen Truppenübungsplatzes, die Schiffe und Fischerdörfer am Aral-See. Als Highlight erkunden wir den Weltraumbahnhof Bajkonur.

Fotoreise nach Balkonur & Aral See

Der Reisanbau wurde nach 1960 vorangetrieben: die Anbaufläche stieg von 46.000 auf über 300.000 Hektar. Um diese Flächen bewässern zu können, wurden Tausende Kilometer Kanäle in den Sand gegraben. Der größte ist der Karakumkanal (heute Turkmenbaschi-Kanal). Mit seinem Bau wurde 1950 begonnen. Er zweigt bei Kerki aus dem Amu-Darja, durchzieht Turkmenistan in Richtung Westen auf einer Länge von ca. 1.500 km und bewässert vor allem das Land am Fuße des Kopet-Dagh-Gebirges. Der Kanal allein verursacht etwa 40 % des Wasserverlustes des Aralsees. Insgesamt verdunsten etwa 40 – 60 % der den Zuflüssen entnommenen Wassermenge aus diesen Kanälen oder versickern im Sand.

Die Austrocknung des Sees hat gravierende Folgen. Durch die anhaltende Verdunstung entsteht über dem See eine Dunstglocke. Das wetterabhängige Verschwinden dieser Dunstglocke bewirkt eine Verschärfung des kontinentalen Klimas. Daraus resultiert das die Sommer heißer werden und die Winter kälter. Vom ausgetrockneten Seeboden werden jedes Jahr bis zu 100 Mio. t salzhaltiger Staub aufgewirbelt und durch Staubstürme in der Region verteilt. Der Staub enthält auch die Rückstände von Pestiziden und Herbiziden aus den bewässerten Gebieten. 1992 musste der Fischfang im Aralsee eingestellt werden. In den Deltagebieten und an den Unterläufen der Flüsse gingen etwa 550.000 ha Nutzfläche verloren, vor allem Felder, Schilfwiesen, Schilfwälder. Das größte Problem der gesamten Region ist die Versalzung. Die meisten Böden der Region haben einen natürlich hohen Salzgehalt in den tieferen Bodenschichten. Die intensive Bewässerung führt dazu, dass dieses Salz an die Oberfläche gelangt. Die Folge ist die Versalzung großer Flächen.

Diverse nationale und internationale Projekte versuchen derzeit, die Probleme der Aralseeregion in den Griff zu bekommen. Der nördliche Teil des Aralsees scheint sich zu stabilisieren. Nachdem im Jahre 1997 von der kasachischen Regierung ein erster Deich zwischen den beiden Seen aufgeschüttet wurde, um ein Eindringen des Salzwassers in den nördlichen Teil zu verhindern, stieg der Wasserspiegel wieder an. Gleichzeitig sank der Salzgehalt des nördlichen Sees. Da der ursprüngliche Damm jedoch bauliche Mängel hatte, konnte er dem Wasserdruck nicht standhalten und brach nach relativ kurzer Zeit wieder ein. Im Jahre 2003 griff man die Idee mit dem Bau eines weiteren Damms jedoch wieder auf, der im Jahr 2005 fertiggestellt wurde. Satellitenaufnahmen aus den Jahren 2005 und 2007 belegen eine deutliche Erholung des nördlichen Aralsees. Nach aktuellen Presseberichten (2012) liegt das Volumen des nördlichen Aralsees mittlerweile bei 27 km³. So stieg auch der Fischereiertrag von 52 t in 2004 auf 2.000 t Süßwasserfische in 2007 an. Gleichzeitig wird versucht, das Bewässerungssystem des Syr-Darja effektiver zu gestalten, um wieder einen größeren Zufluss sicherzustellen.
Der südliche Teil des Aralsees jedoch scheint dem Untergang geweiht. Die Bewässerungsflächen des Amu-Darja lassen so gut wie kein Wasser mehr zum See vordringen, dieser ist durch die Belastung von ca. 50 Gramm Salz pro Liter Wasser und diversen Chemikalien biologisch tot. Seine Wasserfläche nimmt derzeit immer noch ab.

Rundreise durch Kasachstan mit dem Besuch eines ehemaligen Truppenübungsplatzes, die Schiffe und Fischerdörfer am Aral-See. Als Highlight erkunden wir den Weltraumbahnhof Bajkonur.

Foto & Expeditionsreise nach Bajkonur und dem Aralsee

Weiterführende Infos zu diesem Thema findet Ihr unter diesem Link

Quelle: Geographie Infothek/Klett Verlag 2003, Autor: Lars Pennig, Kristian Uhlenbrock


Auf unserer spannenden Radioactive Nightcore Fotoexpedition erkunden wir an drei Tagen die Sperrzone von Tschernobyl bevor wir in die Nähe von Perwomajsk fahren wo bis in die 1990 ger Jahre an einem als Wetterstation getarnten Ort und mit einem 3000 Volt gesicherten, dreifachen Elektrozaun die sowjetischen Atomraketen stationiert waren. Diese Raketenbasis bestand aus mehreren Kommandoplätzen in deren Silos jeweils 9 Atomraketen standen umgeben von einem 40 Meter tiefen Silo mit der Kommandobrücke. Wir fahren bis zu 40 Meter tief in die Erde hinab um die ehemalige Steuerungszentrale zu erkunden die den Eindruck erweckt als ob man sich in einem Raumschiff befindet. Auf dieser ehemaligen Atomwaffenbasis finden wir auch die berühmte SS-18 die im NATO Code „Satan“ genannt wurde. Diese Rakete hat eine Länge von über 34 Meter und eine Breite von 3 Metern. Die durchschnittliche Reichweite beträgt 16.000 Kilometer.

Die geheime Atomwaffenbasis liegt in einem sehr dünn besiedelten gebiet in der südöstlichen Ukraine. Man erreicht die Basis nur über eine rumpelige Schotterpiste und die nächste Stadt Kirowograd ist etwa 60 Kilometer entfernt. Diese lage war aber so gewollt, denn im Kriegsfall wären die Basen selbst Ziel eines atomaren Angriffs und mussten deshalb fernab der Städte gebaut werden. Außerdem musste das Grundwasser sehr niedrig sein damit die etwa 40 Meter tiefen Silos gebaut werden konnten. Wo die sowjetischen Basen lagen, war ein streng gehütetes Geheimnis. Insgesamt sechs feste Basen und somit neunzig Silos samt Befehlsständen waren über das ganze Land verteilt, außerdem gab es drei mobile Basen die im Gebiet der nördlichen Ukraine und Weissrussland aufgebaut werden konnten.

Am 17. Dezember 1959 gründete die Sowjetunion die Strategischen Raketentruppen und rüstete sich zur Atommacht auf. Die ersten Raketen in Perwomaisk waren vom Typ R-12 und hatten eine Reichweite von 2080 Kilometern. 1962 ließ Nikita Chruschtschow dieselben Raketen auf Kuba stationieren und löste damit die sogenannte Kuba-Krise aus. Von Kuba aus hätten die Raketen in wenigen Minuten Washington erreicht. Die Zielgenauigkeit der R-12 hatte die Armee zuvor geprüft. Der Test trug den Namen „Operation Rose“. Man rüstete die Raketen mit einem leichten Atomsprengkopf aus und brachte sie nach Workuta in Sibirien um spezielle Tauglichkeitstests durchzuführen. Die Raketen waren bis auf 40 Meter zielgenau, was zu dieser Zeit ein großer Erfolg war. Aber die R-12 hatte einen Nachteil. Sie musste vor jedem Start aufgetankt werden, was etwa zweieinhalb Stunden dauert und im Ernstfall verhängnisvolle Folgen nach sich ziehen würde . Deshalb wurde die R-12 Mitte der sechziger Jahre von der UR-100 abgelöst. Diese war innerhalb von Minuten einsatzbereit.

Auf unserer weiteren Erkundung betreten wir ein unscheinbares Betonhäuschen. Hier befindet sich der Eingang zur unterirdischen Schaltzentrale, wo die Atomraketen abgefeuert worden wären. Beim Betreten der unterirdischen Schaltzentrale fühlt man sich wie in einem James-Bond Krimi. In diesem haus wurde auch eine ausgeklügelte Belüftungsanlage eingebaut. Auf der linken Seite steigen wir eine zwei Meter lange Leiter hinab. Sie führt zu einem schmalen Tunnel. Nach etwa 100 Metern endet der Tunnel an einer Schleuse, die mit zwei dicken Stahltüren gesichert ist, diese konnten damals nur mit einem speziellen Zugangscode geöffnet werden. Hinter der Schleuse wartet ein winziger Fahrstuhl, in den gerade drei Leute hineinpassen. Der Fahrstuhl setzt sich in Bewegung und wir fahren 45 Meter abwärts vorbei an verschiedenen Etagen des Kommandosilos. Nach einer Weile sind wir mit dem Fahrstuhl auf der Ebene der Kommandozentrale angekommen. Die ist vollgestopft mit Technik und erinnert stark an ein Raumschiffcockpit. Direkt unter der Schaltzentrale, zu erreichen mit einer Metalleiter, befindet sich ein zweiter Raum mit Schlafkojen. In einem Kommandosilo waren immer 3 Offiziere stationiert, die den Raketenpult haben bedienen müssen.

Den geheimnisvollen roten Knopf gab es hier nicht. Im Kriegsfall würde der Abschussbefehl vom Oberkommando der Sowjetarmee aus Moskau kommen. Am Kontrollpult hätte ein Lämpchen aufgeleuchtet und ein Summen wäre ertönt. Auf einem Monitor wäre das Wort „Pusk“ (russisch: Start) erschienen. Der befehlshabende Offizier hätte einen Tresor geöffnet, in dem sich zwei Schachteln mit jeweils zwei Schlüsseln befanden. Ein Schlüssel war für den Befehlshaber, der andere für den Co-Offizier bestimmt. Die beiden hätten die Schlüssel gleichzeitig in die Zündvorrichtung einsetzen müssen.

Danach wäre auf einem anderen Monitor ein sechsstelliger Code erschienen. Dann hätte der Befehlshaber aus dem Oberteil des Tresors eine dritte Schachtel herausgeholt. Darin befand sich ein versiegelter Briefumschlag mit einer weiteren sechsstelligen Zahlenfolge. Wenn deren letzte Ziffer mit dem letzten Zeichen des Codes auf dem Monitor übereingestimmt hätte, wären die Offiziere zum Abschuss der Raketen berechtigt gewesen.

Nur beide Offiziere gleichzeitig hätten die Raketen zünden können. Dazu hätten sie mit der linken Hand den Startknopf gedrückt gehalten. Mit der rechten Hand hätten sie die Zündschlüssel gegen den Uhrzeigersinn um 90 Grad drehen müssen. Diese Prozedur musste zwei Mal erfolgen, nur dann wären die Raketen gestartet. Dieser Ablauf wurde jahrelang geübt. Dem Angriff der Gegner hätte der Bunker leicht standgehalten denn er war ummantelt mit einer dicken Betonschicht und die Kapsel der Kommandobrücke war auf Stoßdämpfern gebaut. Vierzig Tage hätten die Offiziere in totaler Isolation überleben können. Es standen Notrationen bereit, sogar eine Mikrowelle gab es im Bunker. Nach Verbrauch der Vorräte wären die Soldaten in ein Rohr gekrochen und in einer Luftdruckkapsel nach oben geschossen worden. Der Fahrstuhl würde dann wohl nicht mehr funktionieren. Oben hätten sie sich Schutzanzüge übergezogen und wären in die verstrahlte Gegend hinausgegangen. Und was dann? Zum Glück ist es nicht so weit gekommen.


Liebe Abenteurer, Fotofreunde und Entdecker! Das Gefühl in uns, das der gesamte Planet bis in den letzten Winkel erforscht und überwacht ist verursacht in uns eine innere Unzufriedenheit. Wir gieren förmlich danach, Orte zu finden, die verborgen und auf keiner Landkarte verzeichnet sind. Wir sind auf den Spuren der Entdecker und suchen geheime Orte die uns überraschen.

Begleitet uns auf eine spannende Fotoreise nach Transnistrien & Moldawien. Die Republik Moldau ist ein kleines Land am Rande Europas, zwischen Rumänien und der Ukraine. Das Land beherbergt die nicht anerkannte Republik „Transnistrien“ Die Republik ist kein offiziell anerkannter Staat, aber es ist eine unabhängige Transnistrische Moldaiusche Republik mit eigener Währung, eigener Regierung und sowjetischer Ideologie.

Wir besuchen die Haupstadt Tiraspol zum Tag der Unabhängigkeit und nehmen an den Festlichkeiten und Militärparaden teil. In Tiraspol kann man bis heute kommunistische Symbolik aus den Sowjetzeiten finden, es ist wie ein „sozialistisches Freilichtmuseum“. Wir fahren zum autonomen Gebiet Gagauzery, wo türkischsprachige aber orthodoxe Bevölkerung lebt. Wir besuchen eine „Kolchose“ und prächtige Weingüter und Keller sowie eine Störfarm und probieren hier den besten Kaviar der Region. Unterwegs probieren wir die kulinarischen Köstlichkeiten der Region. Diese Fotoexpedition wird auch von grandiosen Landschaften, verwunschenen Schlössern, Kirchen, Klöstern, einer Synagoge sowie Architektur und Straßenfotografie untermalt. Mit uns erkundest Du mit einer Gruppe von Fotofreunden, Explorern und Abenteurern geheimnisvolle Orte und vergessene Welten. Mit uns sammelst Du Artefakte in Form von einzigartigen Fotomotiven.

Transnistrien ist ein kleines Land, etwa 200 Kilometer lang und an nur wenigen Stellen breiter als zwanzig Kilometer, im Rücken die Ukraine und im Westen, am gegenüberliegenden Ufer des Dnjepr, die Republik Moldawien, oder unter der früheren Bezeichnung „Bessarabien“. Josef Stalin hatte Transnistrien im Jahr 1940 von der Ukraine getrennt und der damaligen Moldauischen Sowjetrepublik zugeschlagen. Nach dem Untergang der UdSSR fürchtete man in Transnistrien wo überwiegend die russischsprachige Minderheit lebt, das die Rumänisch sprechende Mehrheit Moldaus eine Vereinigung mit Rumänien anstreben, auf Kosten Transnistriens.

Russische und ukrainische Soldaten überwachen die Grenze zwischen der Republik Moldau und ihrer abtrünnigen Teilrepublik. Eine Grenze, die für Moldau nicht existent ist, weshalb die Polizisten Moldaus auch keine Kontrollen vor dem Schlagbaum vornehmen. Die nicht anerkannte Hauptstadt Tiraspol liegt kaum zehn Minuten hinter der Waffenstillstandslinie von 1992. Etwa 180 000 der rund 600 000 Einwohner Transnistriens leben in Tiraspol, einer Hauptstadt, die den Charme von „Ostberlin 1989“ hat. Überall entdeckt man sowjetische Symbolik und Relikte aus längst vergangenen Zeiten, die meisten Straßen von sozialistischer Architektur und Plattenbauten umgeben.

Im Zentrum der Stadt steht auf einem Betonsockel ein Panzer. „Das ist ein Denkmal zur Erinnerung an die Opfer des Unabhängigkeitskrieges“. Knapp 1000 Menschen starben als 1992 moldawische Soldaten in Transnistrien einrückten. Die Transnistrier wollten um keinen Preis zu Rumänien gehören, wie damals die moldawische Regierung forderte. Transnistrien blieb seitdem autonom, aber es gehört offiziell immer noch zu Moldawien. Es gibt die lokale Währung, den transnistrischen Rubel. Man kann aber auch überall mit Dollar und sogar Euro bezahlen.

Alle Informationen und Stationen unserer spannenden Fotoexpedition Transnistrien & Moldawien findet Ihr unter diesem Link: http://urbexplorer.com/shop/transnistrien-moldawien/

 


Fotografie muss Spaß machen. Um dich und deine Fotografie auf das nächste Level zu bringen, bringe ich dir zunächst das „Sehen“ bei. Anschließend üben wir Schritt für Schritt die handwerklichen Aspekte mit vielen Praxiseinheiten. Ich biete zwei unterschiedliche Kurse an, um deinen Wissensstand gerecht zu werden. Kleine Seminargruppen garantieren maximale und individuelle Workshopergebnisse. Alle Seminare kannst du auch verschenken. Gutscheine und Anmeldeinformationen bekommt ihr via Email. workshop@moe4.de

Einfach nur Fotos machen. Das ist nicht meins.

Ich fühle Fotografie und versuche so nah wie möglich im Kopf meiner Kunden zu sein. Meine Kunden profitieren in vielen Situation von meiner langjährigen Erfahrung und meinem Talent für Improvisationen und Lösungswege. In meinen freien Arbeiten habe ich oft ganz konkrete Bilder im Kopf oder provoziere kreative Zufälle. Mich fasziniert so vieles an der Fotografie und ich bin stets hungrig und in „Trainingslagern“, denn dieses Medium macht niemals satt. Hintergründe sind in meiner Fotografie sehr wichtig. Visuell als auch thematisch.

„So wenig wie möglich aber so viel wie nötig.“

Perfekte Fotos sind planbar und Gutes entsteht immer im Team. Daher wächst mein kleines Netzwerk jährlich und ich arbeite stets an Optimierungen. Ich liebe fotobegeisterte Menschen vor und hinter der Kamera und freue mich immer auf die nächsten Herausforderungen.

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Seit etwa 4 Wochen sind wir alle wieder von unserer Pripjat Silvester 1985 Tour nach Hause zurückgekehrt! Wir begaben uns in das Jahr 1985 um auf eine außergewöhnliche „Silvester“ Fotoexpedition nach Tschernobyl und Pripjat. An zwei Tagern erkundeten wir die zu dieser Jahreszeit menschenleere Sperrzone.

Da es ein wenig geschneit hat herrschte auf unserer Erkundungsroute durch die Zone eine stimmungsvolle winterliche Aura! Dies war eine außergewöhnliche und einzigartige Fotoexpedition in die Sperrzone denn die Lichtverhältnisse in dieser Jahreszeit sind schon eine Herausforderung.

Andererseits haben wir völlig neue Eindrücke aus einer winterlichen und verschneiten Zone mitgenommen. Ich persönlich habe meinen ersten Wolf in meinem Leben gesehen. Die Bilder wurden mir von Nils Konheiser zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür! Besucht seine Seite unter: Facebook NK Fotografie 

Eine kleine Statistik: Aus welchen Ländern kamen eigentlich die meisten Besucher in die Sperrzone?

Platz 1. Ukraine mit 33,2 %
Platz 2. Polen mit 16,8 %
Platz 3. Großbritannien mit 12,3 %
Platz 4. USA mit 8,8 %
Platz 5. Deutschland mit 7,5 %

Fotogalerie Pripjat Silvester 1985 Tour

VideoClip "Pripjat Silvester 1985 Tour"

Pripjat Silvester 1985 Tour

Mach Dir selbst ein Bild!


Mit unserer Urbexplorer Städtereise nach Sankt Petersburg vom 1 bis 6 Juli begibst Du dich zurück und erlebst mit uns die verschiedenen Epochen der Zaren hautnah. Am dritten Tag hast Du die Möglichkeit, an einem sechsstündiges Fashionshooting unter der Begleitung des deutschen Modefotografen und Fototrainers Felix R. Krull in einem traumhaften leerstehenden Palastgebäude aus dem 18. Jhd teilzunehmen. Das legendenumwobene Gebäude selbst liegt versteckt in einem heruntergekommenen Industriegelände an der Neva, weitab der Saint Petersburger Metrostationen. Das Haus ist seit jahren verschlossen und leerstehend. Eine passende geheimnisvolle Atmosphäre wird durch einen stuckverzierten weissen Zeremoniensaal und einem riesigen Wintergarten erzeugt. Dieser Ort gleicht einer Geistergeschichte zwischen abgenutzter Eichenholztäfelung, gesprungenem Mamor, halbblinden Spiegeln und zerissenen Wandverkleidungen aus goldenem oder blutrotem Samt.

In diesem einzigartigen Ambiente arbeiten wir mit zwei wunderbaren international tätigen Topmodels sowie zwei hochprofessionellen Make-Up Artists und einer Stylistin. Felix wird euch verschiedene Sets bieten und euch im Umgang mit den Models, dem Posing, dem Licht, der Technik und dem Styling begleiten.


„Bonehaus“ – das Bonehaus ist ohne Bone nur Haus

Görlitz gilt als eine der schönsten Städte Deutschlands. Unzählige Bauten aus Romanik, Barock, Renaissance und Gründerzeit zieren das Stadtbild und bilden zusammen ein beeindruckendes Ensemble. Anfang 2016 begab ich mich nach der Urbexplorer Fototour zum Hotel Vier Jahreszeiten und dem Freisebad, auf Erkundungstour durch die Altstadt von Görlitz. Von einem Freund bekam ich den Tip das legendäre „Bone Haus“ am Obermarkt 26 gleich neben der berühmten Verrätergasse zu besuchen. Der Künstler Steeven Fabian Bonig – bei den Einheimischen schlicht „Bone“ genannt – ist Mieter des Hauses Obermarkt 26 und machte die Innenräume durch seine Kunstinstallationen zu einem mystischen und inspirierenden Ort was aus der Zeit gefallen scheint. Es ist mehr als ein Haus, es ist ein lebendiges Kunstwerk, geschaffen von einem kreativen Geist und nicht leicht zu erfassen, weil man ein Bestandteil der Installation wird, wenn man es betritt. Bei einem kurzen Gespräch mit „Bone“ erfuhr ich zudem das seine Kunst eine Art kreativer Schöpfungsprozess ist, der sich ständig verändert, wächst, zerfällt und neu entsteht. Die Zutaten bestehen teils aus Holz, Porzellan, Eisen, Plastik oder Papier, teils aus Träumen, Sehnsüchten und Gedanken.

Leider verließ Steeven Fabian Bonig das sogenannte „Bonehaus“ Ende 2016, nachdem er seine mit dem Eigentümer geschlossenen Verträge, so auch den Mietvertrag, gekündigt hat. In der Zwischenzeit hat „Bone“ gemeinsam mit Freunden das Haus ausgeräumt und alle Raritäten den Leuten in der Stadt zurückgegeben die sich an seinen aufwändigen Installationen beteiligt haben.

Das „Bone Haus“ bleibt aber als eine Görlitzer Legende und als ein Denkmal sowie ein Ort der Inspiration in Erinnerung.

Was ist das hier? (Ein Gedicht von „Bone“)

So im Vorbeischleichen an den Fassaden – von einem historischen „Vorsicht frisch gestrichen“ zum nächsten schreckt plötzlich eine zerfressene Sockelkante in die längst langweilig gewordene Tünche der Sanierung. Hier soll sich noch beweisen, was ein Denkmal ist und was nicht.

Eine Tür steht offen. Manchmal auch zwei oder drei, weil so viele Türen hat die Halle dieses jüngsten Hallenhaus der Stadt. Man tritt ein, nicht weit und fragt sich -was ist das hier- , wenig ahnend, dass das zuvor schon in den acht Jahren mehr als Hundert tausend Menschen ebenso fragten und ebenso keine Antwort fanden. Das soll es auch nicht,
denn was es in Absicht einzig zu sagen gibt steht auf einem Zettel im zweiten Stock; der Rest in Bildersprache.

Der ist viel, dieser Rest, aber auf den Betrachter wirkt zunächst nur die Wucht der Fülle. Auch das Detail scheint sich einer Antwort zu entziehen, weil der heutige Mensch
vom Konsum seiner Bildschirmmedien und Tonfilmprodukte gewöhnt ist, dass das, was er anschaut auch mit ihm spricht. Wer dennoch selbst ein Detail deutet, wird sofort ein nächstes finden, das seine letzte Deutung fehl führt. Hier wirkt, was Goethe im Vorspiel des Faust den Theaterdirektor zum Dichter sagen lässt: …suchet nur sie zu verwirren; / sie zu befriedigen ist schwer.

Wer die Ordnung zwischen den Details erkennt beginnt sein warmes Aufgehobensein zu genießen, den Abpfiff des Zeitgefühls und die Sprache der Stille zu hören. Erst spät, wenn überhaupt, wird der Geist merken, dass das, was hier wohltuend wirkt das Fehlen des Weltgegröhls ist, dass der Ort hier gegen diese Welt ein kostbares Nichts ist, dass auch den Menschen nicht zwingt etwas zu sein. Kein Geschäft, dass den Mensch zwingt Kunde zu sein. Ein Nichts, dass den Menschen einfach nur da sein lässt und allein dafür willkommen heißt. Keine Werbung raubt die kostbare Aufmerksamkeit, nichts schreit sein aufdringliches eitles -ich ich ich-, wie die Küken im Vogelnest. Nichts hier soll was sagen, obwohl man ahnt, dass es das könnte. Niemand will Geld, nichts soll verkauft, nichts gepriesen werden. Niemand will sagen was es ist. Es ist Nichts und soll es auch sein. Ein Kunstwerk; ein angebliches Vielsein, dass aber nichts ist, wie die wortlose Behauptung eines Theaterzauberers, nämlich dass weiße Kaninchen in schwarzen Zylindern wohnen…Und wo sich alle deswegen freuen, weil es eben perfekt so aussieht, aber unmöglich so sein kann.

Und doch ist es was. Es muss! was sein…

Wer fern allen Hochmuts und unbeleidigt über dieses Nichtbeantwortetsein ist, nicht einen Ort braucht, um selbst etwas zu sein, und überhaupt in aller Uneile die Zeit dazu hat wird irgendwann den Weg in den ersten Stock finden. Eine breite großzügig einladende Treppe, die zunächst auf ein feurig leuchtendes Ölgemälde zuschreiten lässt, das einen liebesfreudigen Geist an die Lust zur Leidenschaft erinnert.

Dann biegt die Treppe scharf ab und führt den Blick aufwärts in den Abgrund. Drei vergammelte Restbalken lassen sofort die Phantasie jene nicht mehr vorhandene Decke konstruieren, schreien dem Baulaien ein erstes Auweia in den Sinn, und wirken das Gefühl, gegen das sich die Frechheit des Herzens wehren würde, wenn es auf einem Warnschild befohlen wäre: Vorsicht einsturzgefährdet!!!

Aber was fehlt kann nicht gezählt werden, schreibt Lao Tse im Tao te King und eine nicht vorhandene Decke kann auch nicht einstürzen. Und wenn, dann eben nur da, wo sie gerade ist: in der Phantasie. (eventuell auch in den Gutachten verlogener Sachverständiger…)

Dann öffnet sich der Blick bis zum Dach und füttert die Phantasie weiter mit einem Gewirr von angefaulten Gammelbalken. Die sind, wo sie sich selbst nicht mehr zu halten drohen in verrostete Eisenketten gehangen, verrostete dunkle, damit man nicht sogleich sehen kann, dass das Gebälk eigentlich gegen das, was dieser Anblick vermuten lässt gesichert ist. Sie sind auch gereinigt mit einem Wasserstrahl von fünfzehn Atmosphären Druck, der wirklich nur die von Pilz und Fäulnis unbeschädigte Substanz übrig lässt.
Aber Dreck, der weg ist sieht man nicht, noch weniger, wenn man sowieso ein Mikroskop bräuchte für gefräßige Bakterien, Sporen und Mycelien. Darum sieht die Phantasie immer und immer weiter herabstürzen, was längst herabgestürzt und weggeräumt ist. Und was staubgesaugt ist und abgewaschen und mit Antimykotikum für die Ewigkeit bereitet…

Sucht das Auge weiter wird es fündig an talergroßen Verstecktheiten, die letztlich dem Laien oder all zu eiligen Fachmann nichts als die Große Gefahr übrig lassen, nämlich die Gefahr, dass in allen schwarzen Zylindern weisse Kanikel wohnen …

Tatsächlich aber schwebt dieses Gewirr der Gammelei als banale Dekoration in diesem Raum, gleich wie in aller Welt auch Blumenampeln, Discokugeln und Lampen an der Decke hängen. und wirken in jedem Fall eine stark erhöhte Aufmerksamkeit. Die soll sein wegen dem Zettel im zweiten Stock.

Man betritt den Aufgang nach weiter hoch. Zwei große alte schwarz-weiß-Fotographien von Alt-Görlitz hängen an der Wand, eine dritte steht am Boden, eine kleine Steigeleiter davor, ein Hammer und eine Büchse Nägel. Es sieht aus wie mitten drin abgebrochen, als ob jemand gerade von der Arbeit weggelaufen ist. Kommt man ein Jahr später wird es immer noch so aussehen, und dieser jemand wird sich als Imagination entpuppen, als das v i r im Wort environment. Virus- der Lebende. Mindestens Hundert solche sind im Haus zu finden.

Dann biegt die Treppe scharf ab und dann noch mal. Dann tritt man auf einen kleinen Balkon, die Decke darüber sind zwanzig Quadratmeter komplett flächendeckendes Gammeldekor. Ein Balken, auf einer Seite abgefault und herunter gebrochen schwebt schräg im Raum, wie als ob er gerade noch fliegt. Eine Eisenkette sichert ihn, doch die wäre nicht nötig gewesen, denn der Balken hing noch von allein so. Aber hier fand auch der Baumeister die Angst an die Grenze getrieben. Und da an diesem Balken hängt er nun, der Zettel, der noch beweisen wird, dass Kunst überhaupt nicht Gesschmackssache ist. Kunst ist sehr wohl erklärbar und Geschmack auch, lediglich nicht für jeden.Man muss es auch nicht. Man kann auch Speise einfach genießen ohne zu wissen wie sie gekocht wird. Oder eben in Gefahr schweben, die gar keine ist, und danach das Glück fühlen, das man die ganze Zeit schon hatte. Oder die wirkliche Schönheit erkennen, die man draussen an all den paar tausend strahlenden Hausfassaden längst gesehen zu haben meint.

Was Du da gesehen hast, höre Mensch, es ist Deine Schönheit !!! Zumindest die Hälfte etwa, denn ohne diese Beigabe aus dem Steuersäckel wären diese Häuser nie gerettet und nie so schön geworden wie sie heute sind. Sie waren fast alle, wie es diese Gammelei verkündet, und sie waren es wirklich, was diese Gammelei nicht wirklich ist. Görlitz hat nicht nur diesen einen anonymen Spender, der jedes Jahr diese Altstadtmillion spendiert. Es hat auch achtzig Millionen anonyme Steuerzahler und Hunderte Millionen verbaut! Und einen Solidaritätszuschlag, eine Zahl, den meisten Gästen nur vom Steuerbescheid bekannt, in Görlitz aber nun in einer solch robusten Schönheit sichtbar geworden, wie in keiner anderen Stadt; und ja;- wer sowas nie bezahlt hat, oder nur Erwerb und Bereicherung darinnen fand, der wird auch nur wenig gerührt sein von einem Dankeschön.

Das ist Erklärung und keine Geschmackssache. Es gab ja auch feuchte Augen, sehr und nicht selten, vor Freude über ein Kunstwerk aus zweitausend Arbeitsstunden, die bauingineurlich genau so nutzlos sind, wie die fliegenden Bällchen beim Jongeleur, oder wie die Kriminalität im Kriminalfilm,- -ach es gibt ja genug echte im wirklichen Leben, und die ist doch auch nicht Geschmackssache, weil sie nicht so clever aufgeklärt wird, wie die im Film. Wozu putzen, wozu die Mühe, die ganze Arbeit an etwas, das nicht mehr ist, was es mal war, nicht mehr tut, was es mal tat und nie mehr kann, was es mal sollte ??? Steht man nicht immer vor der Sinnlosigkeit eines sinnlosen Kunstwerkes und fragt „was will uns der Künstler damit sagen ??? …steht doch auf dem Zettel: Danke !!!

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„Georgien ist nicht nur ein europäisches Land, sondern eines der ältesten europäischen Länder“ das sagte einstmals Mikheil Saakaschwili, der ehemalige Präsident von Georgien. Das Land hat etwa 4,6 Millionen Einwohner, der Name Georgien wird meist nur von Besuchern und Ausländern benutzt und wurde vom Landespatron dem heiligen Georg übernommen. Die Bewohnen nennen ihr Land schon immer „Sakartvelo“.

Hier an der Grenze zwischen Europa und Asien warten auf Euch jede Menge spannende Geschichten. In Georgien entdeckten Archäologen die ältesten menschlichen Überreste außerhalb Afrikas, hier kann man auf den Spuren von Jasons Argonauten wandeln. Die Argonautensage ist ein Bestandteil der griechischen Mythologie und handelt von der Fahrt des Iason und seiner Begleiter nach Kolchis im Kaukasus, der Suche nach dem Goldenen Vlies und dessen Raub. Die Reisegefährten werden nach ihrem sagenhaft schnellen Schiff, der Argo, die Argonauten genannt.

Zweifellos ist Georgiens bekanntester Vertreter der Schustersohn und ehemalige Priesteranwärter Josseb Dschughaschwili, besser Bekannt als Josef Stalin. Nach seinem Tod im Jahre 1953 fielen seine Beliebtheitswerte zwar ins Bodenlose, trotzdem hielten in seiner Heimatstadt Gori die Anhänger die Erinnerung an ihn lebendig. Hier entstand ein Museum, vollgestopft mit Devotionalien und Kitsch. Dieses sehr skurrile und vor Propaganda strotzende Stalin-Museum werden wir im Rahmen unserer Fotoreise Georgien & Kaukasus besuchen. Ein wichtiger Programmpunkt sind auch die unzähligen katholischen Kirchen und Klöster die wir besichtigen werden, denn Georgien ist eins der religiösesten Länder der ehemaligen Sowjetunion.

In den Regionen Svaneti oder Kasbegi, beide Teil des Kaukasus südlich der russischen Grenze, werden wir viel wandern und grandiose Landschaftsaufnahmen der majestätischen Berge machen. Mit Geländewagen brechen wir zu einer Tagestour nach Ushguli auf, der am höchsten gelegenen Siedlung im Kaukasus .

Die georgische Küche ist zwar in Hinsicht der Kalorienzahl nicht unbedingt leicht, aber köstlich. Wir werden alle Gaumenfreuden probieren wie zum Beispiel Chatschapuri, mit Käse gefüllte Teigfladen. Wir probieren schwierig zu essende Riesenknödel „Chinkali“ und dazu eine große Auswahl an verschiedenen Sorten lokalem Bier und Wein.

Als Nachtisch probieren wir die beliebte georgische Süßigkeit „Tschurtschchela“. Hergestellt wird der traditionelle süße Snack indem man Haselnuss- oder Walnusskerne auf eine Leine bindet und diese so lange in Traubensaft taucht bis der mit Mais- und Weizenmehl angedickt ist und sich eine dünne Schicht über die Nüsse gelegt hat.

Zum Schluss gibt’s einen oder mehrere Tschatscha – dies ist ein privat gebrannter Traubenschnaps.

Auch der Wein soll ungefähr 8000 v. u. Z. in Georgien erfunden worden sein, was den Georgiern genügend Zeit gab, die übertriebenste Trinkspruchtradition der Welt zu perfektionieren.

 


Begib Dich mit uns auf spannende Lost Places Fototouren in Berlin!

Ende 2013 entdeckte ich nach langer Abstinenz meine Liebe zur Fotografie wieder. Ich suchte nach Ablenkung und forschte nach spannenden Fotomotiven in der Stadt. Ich begann mich für geheime Orte zu interessieren. Als ich im Jahr 2008 als einer der letzten Passagiere, Gast im Flughafen Tempelhof war, staunte ich über die riesigen Hallen, Anlagen, die einzigartige Dachkonstruktion, die Stahltore, die mächtig wirkenden Fassaden der Gebäudeteile sowie die unermeßliche Größe gepaart mit der monumentalen Aura.

Mich beeindruckten vor allen Dingen die Details wie die Fenster im Schießscharten-Design, Säulen wie aus einem Nibelungenfilm gepaart mit dem Vordach des Flughafens aus Stahl, der mit den Trägern mühelos das gewaltige Dach in den Raum hinaushebt. Tempelhof war damals nicht nur das flächengrößte Gebäude Europas, sondern auch eines der längsten. Im Jahr 1934 gaben Hitler und Reichsluftfahrtminister Göring einen vollständigen Neubau des inzwischen zu klein gewordenen Flughafens in Auftrag. Er wurde durch den Architekten Ernst Sagebiel als neoklassizistischer Monumentalbau entworfen. Der Bau entsprach einerseits den Ansprüchen der Nationalsozialisten ans Monumentale und sollte den Weltgeltungsanspruch des „Dritten Reichs“ auch im Luftverkehr verdeutlichen, andererseits wurden hier zum ersten Mal alle Anforderungen eines modernen Großflughafens realisiert.
Durch Zufall entdeckte ich im Internet das Angebot den mittlerweile stillgelegten Flughafen Tempelhof auf einer Urban Exploring Fototour in einer kleinen Gruppe zu erkunden. Der Trend des sogenannten Urban Exploration oder kurz Urbex, setzte Anfang des neuen Jahrtausends ein. Es geht bei dieser Art der urbanen Erkundung um Abenteuer und Entdeckerlust gepaart mit der Jagd nach schönen Fotomotiven. Die Fototour im ehemaligen Flughafen Tempelhof führte mich auf das Vorfeld und in das Innerste des Flughafengebäudes.

Bei meinem vierstündigen Streifzug konnte ich Artefakte in Form von Fotomotiven aus drei verschiedenen Epochen finden. Im Luftschutzbunker des Zweiten Weltkrieges entdecke ich originale Wandmalereien aus der Vorkriegszeit von Wilhelm Busch. Im ausgebrannten Filmbunker herrscht immer noch eine beklemmende Atmosphäre. Diverse Malereien und der immer noch in der Luft liegende Brandgeruch zeugt noch heute von der Befreiung Berlins. Während der Zeit des Kalten Krieges nutzte die US-Air Force das Gelände. Im Jahr 1992 wurde die Abfertigungshalle ein letztes Mal modernisiert, heute strahlt diese eine gespenstige Ruhe aus. Hier wurden bis zur Schließung am 30.10.2008 bis zu 4 Mio. Passagiere pro Jahr abgefertigt.

Der Flughafen Tempelhof ist nicht nur die Mutter aller Flughäfen, sondern auch ein Symbol für Freiheit. Einerseits durch die Größe aber andererseits, überlebte der Flughafen Diktaturen und Besatzungsmächte. Seine große Bewährung hatte er in den Jahren 1948 bis 1949 während der Berlin Blockade,während dieser Zeit wurde West-Berlin durch sogenannte Rosinenbomber aus der Luft versorgt die minütlich auf dem Rollfeld landeten. An diese Zeit erinnert das Luftbrückendenkmal vor dem Flughafen bis heute.

 

 

 

 


Pripjat- das nukleare Pompeji wird zunehmend ein besonderes Reiseziel für Lost Places Fotografen, Entdecker und Geschichtsinteressierte. Wenn mich jemand fragt: “Ja, der März ist die beste Reisezeit um die spektakulärsten Fotomotive auf unserer “Pripjat Stalker Tour” zu suchen. Vom 18. März bis 23. März findet unsere erste Pripjat Stalker Tour 2017 statt. Zu dieser Jahreszeit ist die Natur noch im Wintermodus und verbreitet eine düstere Aura.

Mit Urbexplorer Fotoreisen kannst du Sankt Petersburg,  eine der spektakulärsten und schönsten europäischen Städte erleben. Ihr erfahrt bei dieser Reise den Prunk der Zarenzeit genauso wie den schnellen Herzschlag des Alltags in dieser außergewöhnlichen Stadt. Ihr erlebt das einmalige Fotolicht der weißen Nächte – das perfekte flache Licht, die stundenlange „Blaue Stunde“, das Fotografieren aus der Hand bis nach Mitternacht!

Brecht mit uns auf zu einer spannende Entdeckungsreise durch die wunderschöne Stadt und von 1712 bis 1918 die Hauptstadt Russlands und prunkvolle Residenz des Zaren.

Wir begeben uns auf einen Fotowalk vom Nevsky Prospekt, überqueren Brücken, Flüsse und Kanäle, spazieren durch ruhige Seitenstraßen, schauen in die Innenhöfe der alten Wohnpaläste, schlendern über alte Marktplätze und besuchen lokale Cafes und kleine Geschäfte. Wir lernen die Stadt mit den Augen eines Bewohners dieser bezaubernden Stadt zu sehen. Die Stadt an der Newa ist ein Paradies für Fotografen und Entdecker, hier findet man Prachtbauten, Paläste und Schlösser, historische Plätze und wunderschöne Parkanlagen. Mit uns erlebst Du Sankt Petersburg in der Zeit der „Weißen Nächten“, wo das Licht am spektakulärsten ist und wir stundenlang bei „Blauer Stunde“ fotografieren können.

Auf unserem Dostojewski-Fotowalk begeben wir uns auf die Fußspuren von Raskolnikov, zu den realen im Buch „Schuld und Sühne“ benannten Plätzen in der Altstadt und zu Orten, welche mit dem Schriftsteller verbunden sind. Wir erleben mit eigenen Augen die Topographie eines der berühmtesten Romane des 19. Jahrhunderts und erfahren auf kurzweilige Weise etwas über den Jahrhundertroman. Man begreift hier an diesen Orginal-Schauplätzen, warum dieses Buch einen solchen Ruhm und Einfluss erlangte.

Mit unserer Städtereise nach Sankt Petersburg begibst Du dich mit uns zurück und erlebst mit uns die verschiedenen Epochen der Zaren hautnah. Mit uns tauchst Du hinein in eine vergangene Welt voller Glanz und Gloria mit Kulturschätzen und spektakulärer Architektur. Wir erkunden mit Dir die Eremitage, die Auferstehungskirche (Blutkirche), die Kasaner Kathedrale, den Katharinenpalast, die Peter- Paul-Festung, den Peterhof und die Isaaks-Kathedrale, die zugleich auch die prächtigste Kathedrale von Sankt Petersburg ist.

Die ideale Reise für die fotografische Erkundung  einer grandiosen Stadt in einem ganz speziellen Licht. Atemberaubende Aufnahmen sind hier garantiert. Liebhaber von Architektur-, Stimmungs-, Stadtlandschafts-, Fashion- und Streetfotografie kommen bei dieser Tour voll auf Ihre Kosten.


Eines Tages an einem kalten Januarmorgen, auf der Rückfahrt von einer Urbexplorer Fototour entdeckte ich hinter einem imposanten Tor diese geheimnisvolle Villa. Erbaut wurde sie im Jahr 1912 von einem örtlichen Industriellen. Eine eindrucksvolle Stille umhüllte die nackten Steine obwohl das Haus Mitten im Zentrum der Stadt steht. Ich war verblüfft von der Harmonie und der raffinierten Architektur des uralten Gemäuers das in einem weitläufigen Garten trohnt. Ich musste sofort an die Menschen denken die in diesem prächtigen Bau gelebt haben. Die Tür knarrt bedächtig beim Öffnen. Diese Magie des Augenblicks, wenn die Vergangenheit den Raum erfüllt spürte ich auch hier. Ich ging durch einen langer Flur, hier war alles bedeckt von Staub und Spinnweben. Eine Tür führte mich ins großzügige Wohnzimmer. Die Atmosphäre erinnerte an ein Museum, ein wirklich staubiges Museum. Das ganze Haus ist genau so wie es aufgegeben wurde, nichts wurde bewegt, alles ist an seinem Platz, das Geschirr steht auf dem Tisch, die Betten sind gemacht. Wenn einst lebendige Orte aufgegeben werden, stirbt ein Stück Geschichte mit ihnen. Die Spuren wiederzufinden bedeutet, das Vergangene wieder zu entdecken. Die Faszination für geheime Orte hängt vielleicht mit unserem detektivischen Spürsinn zusammen. Vielleicht suchen wir in all diesen verborgenen Schönheiten das Echo unseres unvollendeten Lebens.

 


Keine andere Region die ich bisher bereist habe, hat mich so fasziniert wie Georgien und der Kaukasus. Vielleicht liegt es an der wechselvollen Geschichte und den imposanten Bergen oder den herzlichen und gastfreundlichen Menschen. Auf meiner letzten Urbexplorer Fotoreise durch Georgien fuhr ich am frühen Morgen von Tbilisi auf der großen Heeresstraße die Georgien mit Russland verbindet in Richtung Stephanzminda und dem großen Kazbeg. Die Fahrt dauert etwa 3 Stunden bei normaler Verkehrslage. Stephanzminda oder unter dem früheren Namen Kazbegi bekannt,  liegt etwa zehn Kilometer von der Grenze zur russischen Föderation und am Fuß des mächtigen Mount Kazbeg. Dies ist der dritthöchste Berg Georgiens und der achthöchste Berg des Kaukasus, er erhebt sich auf etwa 5.047 Metern. Der Berg gehört zur Khokh-Kette, einem nördlichen Vorgebirge des Großen Kaukasus.

Unterhalb des Gipfels steht auf etwa 2.170 Metern die „Zminda Sameba“ (deutsch Dreifaltigkeitskirche), sie wurde im 14. Jahrhundert erbaut und beherbergte über Jahrhunderte den georgischen Kronschatz und das Weinrebenkreuz der Heiligen Nino.

Ich machte mich auf zur etwa einstündigen Wanderung hinauf zur „Zminda Sameba“. An diesem Tag war der Wettergott nicht allzu Gnädig zu mir und schickte ein paar Regenschauer und Schneeflocken vom Himmel. Trotzdem ließ ich mich von meinem Plan die 2.170 Meter bis zur Dreifaltigkeitskirche zu besteigen nicht abhalten. Meine Wanderroute führte durch die Gassen der Stadt. Danach ging es auf Feldwegen und Trampelpfaden, entlang an einem zu dieser Jahreszeit reissendem Fluss, zur Ruine eines alten Wachturmes aus Schieferstein. Ein Regenschauer zog auf und der Wind wehte ins mir Gesicht. Da der Himmel immer dunkler wurde, dachte ich schon kurzzeitig ans umkehren und an einen heissen Tee, da sah ich vor mir ein kräftiges grünes Weidetal mit unzähligen Kühen die gemächlich auf dem Gras rum kauten. Ich konnte meine letzten Kräfte mobilisieren und marschierte weiter den steilen Berg hinauf. Je näher ich der Dreifaltigkeitskirche kam umso besser wurde das Wetter. Ganz unschuldig trohnte die märchenhafte „Zminda Sameba“ zwischen den imposanten Bergen auf einem grünen Hügel.

Der Himmel wurde Blau, die Sonne strahlte und die Hauptattraktion, der Kazbeg eingerahmt im Blau des Himmels umgeben von Wolken. Vergessen sind die Strapazen des Aufstiegs, erinnert wurden sie nur durch die nassen Klamotten. Diesen Augenblick hier zu stehen und diese atemberaubende Aussicht zu geniessen würde ich am liebsten für immer festhalten.


Vor meiner Fotoreise in den Iran las ich in vielen Reiseberichten und Blogs wie unfassbar freundlich und warmherzig die Menschen im Iran sind. Die natürliche und nicht aufgesetzte Freundlichkeit hat mich schon bei der Passkontrolle am Flughafen in Teheran beeindruckt. Aber jeder weitere Tag in diesem wunderschönen Land toppt den vorangegangenen Tag. Ich bin mit Urbexplorer Fotoreisen schon viel in der Welt herumgekommen und schon oft vorher durch Freunde, Bekannte oder Artikel in Reisemagazinen darauf aufmerksam gemacht wie gastfreundlich die Einwohner in diesem oder jenem Land sind. Leider traf dies in den seltensten Fällen zu und wenn dann waren Sie nur deshalb so freundlich um irgendwelche Touristenware loszuwerden.

Esfanan hat etwa 1,5 Millionen Einwohner und ist eine der schönsten Städte der muslimischen Welt. Seine Glanzzeit erlebte Isfahan unter der Dynastie der Safawiden (1501–1722), die die Stadt zu ihrer Hauptstadt machten und durch zahlreiche Prachtbauten und Gartenanlagen verschönerten. Diese Pracht hat sich die Stadt bis heute erhalten und pflegt sorgfältig das Erbe, denn die Altstadt von Isfahan ist Unesco-Weltkulturerbe.

Am nächsten Morgen breche ich auf um die Stadt zu erkunden. Wieder habe ich das Gefühl der erste Besucher aus Europa zu sein. Ich werde freundlich gegrüßt und gefragt wo ich denn herkomme. Manchmal wird dann auch das weitere Gespräch in Deutsch fortgeführt. Immer noch komme ich in Verlegenheit denn auch auf dem Basar sprechen mich die Menschen an und die iranischen Mädchen lächeln mich mit ihren großen Augen an. Das Interesse an diesem fremden Besucher aus Europa ist groß, ohne dabei vordergründig an Umsatz zu denken. Viele erzählen von ihrem Leben oder ihren Träumen. Einige Male endeten diese Gespräche im Tausch der Mail-Adressen, oder einer Einladung nach Hause zur Familie auf einen Tee mit Gebäck. Als ich dann auf dem „Meidan-e Imam“, dem nach Pekings „Tiananmen“ zweitgrößten Platz der Erde angekommen bin musste ich gleich mit einer Gruppe junger Studenten für ein Erinnerungsfoto posieren. Der „Meidān-e Emām“ ist über 500 Meter lang und wird von doppelstöckigen Arkaden eingefasst. An jeder Ecke ist er mit einem Gebäude geschmückt: mit den Prachtmoscheen dem Palast ʿĀlī Qāpū („Hohe Pforte“) und dem am nördlichen Ende sich anschließenden Basar gehört er zu den größten Sehenswürdigkeiten des Vorderen Orients.

Am Abend und zur blauen Stunde machte ich mich auf den Weg zur Chadschu-Brücke. Die imposante Brücke wurde um 1650 auf Befehl des Safawiden-Schahs Abbas II. auf den Fundamenten einer älteren Brücke aus der Timuridenzeit errichtet und nach einem nahegelegenen Stadtviertel benannt. Wenn es Abend wird und die Sonne untergeht herrscht hier eine einzigartige Atmosphäre. Auf den Mauern und im Gras sitzen die Familien lachen, essen, trinken und rauchen Wasserpfeifen. Es dauert hier auch wieder nicht lange, da bringt der erste Familienvater dem Touristen mit dem Stativ einen Tee mit Gebäck. Kaum habe ich diesen ausgetrunken, kommt ein Mann von einer anderen Gruppe und lädt mich zum „Smalltalk“ und Wasserpfeife ein. Ein wunderschöner Tag an den Ufern des „Zayandeh Rud“ Flusses, der meist ausgetrocknet ist, geht zu Ende.

Mit einem tollen Gefühl fahre ich am nächsten Morgen weiter in Richtung Yazd. Esfahan bot mir wunderschöne Moscheen und Paläste, mit reichen Ornamenten verziert, blaugekachelte Kuppeln und quirlige Basare umrahmt von der Großartigkeit der Menschen die hier leben.


Seit Mitte 2014 organisiere ich mit urbexplorer.com spannende Fotoreisen und Expeditionen an vergessene und geheime Plätze dieser Welt. Wenn wir auf Entdeckungsreise mit unserer Kamera sind gieren wir förmlich danach, Orte zu finden, weit ab vom Schuss sind und verborgene geheime Orte die uns überraschen. Wir brechen auf in unbekannte Welten und an Orte die sich auf Karten nicht so leicht finden lassen. Diese Orte sind für uns außergewöhnlich und zugleich völlig real. Auf unserer Pripjat Stalker Tour erkunden wir die Geisterstadt Pripjat.

Die Stadt wurde in den 1960 ger Jahren für die vielen jungen Arbeiter des Kernkraftwerkes im nahegelegenen Tschernobyl erbaut. Die Stadt Pripjat bot zu dieser Zeit für junge Familien zahlreiche Annehmlichkeiten die es an anderen Orten in der damaligen Sowjetunion nicht gab. Doch die glorreiche Geschichte der aufstrebenden sozialistischen Musterstadt endet am 27. April 1986.

Es ist der tag nach der Explosion im Reaktorblock 4 von Tschernobyl. Die etwa 50.000 Einwohner der Stadt wurden über das Ausmaß und die Gefahr die im Zusammenhang mit dem Supergau entstanden ist lange Zeit im Unklaren gelassen. Erst viele Stunden nach der Katastrophe rollten Panzer in Pripjat ein, die eine lange Schlange von etwa 1225 Bussen eskortierten um alle Bewohner schnellstmöglich aus der Stadt zu bringen. 30 Jahre danach ist Pripjat eine unheimliche Geisterstadt. So in etwa stellt man sich „Die Welt danach vor“ .

Wenn du mehr über die Geschichte und Hintergründe erfahren möchtest oder eine persönliche Fotoreportage einiger Teilnehmer unserer Fotoexpeditionen lesen möchtest empfehle ich Dir folgende Links:  ZERSTÖRTES LEBEN – VERLORENE WELT: DIE SPERRZONE UM TSCHERNOBYL – EIN REISEBERICHT von Andrea Johlige oder Fototour Tschernobyl von Georg Schuh.


In der heutigen Zeit sind die Menschen nicht mehr an einen Ort gebunden wie es noch im vorherigen Jahrhundert noch so üblich war. Die sogenannte Globalisierung verlangt von uns das wir „Mobil“ sind. Diese Tatsache und das Gefühl das die gesamte Welt minutiös erforscht und zunehmend überwacht ist verursacht in uns eine innere Unzufriedenheit. Wenn wir auf Entdeckungsreise mit unserer Kamera sind gieren wir förmlich danach, Orte zu finden, weit ab vom Schuss sind und verborgene geheime Orte die uns überraschen.

Wir brechen auf in unbekannte Welten und an Orte die sich auf Karten nicht so leicht finden lassen. Diese Orte sind für uns außergewöhnlich und zugleich völlig real. Auf einer dieser spannenden Fotoexpedition entdeckte ich durch Zufall das Anwesen von Michael Fröhlich und seiner Frau. Michael Fröhlich dessen Leben schon immer Autos dominiert haben, hat sich dort einen außergewöhnlichen Traum erfüllt.

Über 25 Jahre sammelte er diverse historische Fahrzeuge und weitere Exponate, die wie er selbst „Baujahr“ Jahr 1950 sind. Jahr 2000 zu seinem runden fünfzigsten Geburtstag verteilte er diese Oldtimer dann als bizarre Autoskulpturen in seinen großzügigen Garten und feierte dann eine rauschende Geburtstagsparty. Wie kommt man eigentlich dazu, sich Oldtimer in den Garten des eigenen Anwesens zu stellen und ein privates Museum aufzumachen? Und dazu noch diese Schätze verrotten zu lassen?

In Mettmann restauriert Michael Fröhlich diverse Oldtimer – als Künstler und Konstrukteur. Dies ist seine Leidenschaft und somit ist der Fuhrpark auf seinem Privatgrundstück über die Jahre gewachsen. Alle Oldtimer bringen ihre eigene Geschichte mit und sind teilweise kunstvoll in die Gartenlandschaft drapiert.

Man findet dort ein Stück Berliner Mauer und daneben ein passendes Automobil aus DDR Zeiten. Auf einem Hügel steht ein 11 CV, eine ehemalige „Gangsterlimosine“, die einem französischen Polizeichef gehört haben soll, so erzählt es mir Michael Fröhlich.

Mittlerweile scheinen die Oldtimer mit so klangvollen Namen wie Porsche, Jaguar und Rolls-Royce sich mit der Natur zu vereinen. Verwelkte Blätter liegen auf der Motorhaube, Spinnweben im Handschuhfach und Vögel haben im halboffenen Kofferraum ein Nest gebastelt. Überall wuchert der Efeu und wächst der Moos. Begleitet wird das alles  von der allgegenwärtigen Korrosion und den einzelnen Hobbyfotografen zwischen den Autos schleichen.

Das ist Kunst! Die Natur holt sich alles zurück! Mich hat dieser langsame Verfall der einst so stolzen Fahrzeuge sehr fasziniert.

 


Bei meiner Fotoreise durch den Iran fiel mir auf das in jeder Stadt die ich besucht habe an vielen öffentlichen Plätzen schwarze Fahnen mit grünen Inschriften wehten. Ein Imam den ich in in Qom danach gefragt habe wies mich auf den Monat Muharram hin und klärte mich auf was es mit „Ashura“ auf sich hat.

Ashura ist der Höhepunkt des islamischen Monats Muharram, der im schiitischen Islam ein Trauermonat ist. Während Aschura gedenken die Schiiten der Schlacht um Kerbela, im heutigen Irak. In dieser Schlacht wurden am 10. Tag des Monats Muharram Husain, der Sohn Alis und dritter Imam, sowie fast alle männlichen Verwandten im Krieg gegen die Umayyaden getötet.Die Aschura-Riten der Schiiten bilden den Höhepunkt der Passionsfeiern im islamischen Monat Muharram. Während Aschura gedenken sie öffentlich der Schlacht von Kerbela im Jahr 680 im heutigen Irak. In dieser Schlacht wurden am 10. Muharram Husain ibn Ali sowie fast alle männlichen Verwandten getötet. Die Rituale des Aschura enthalten Erzählungen (Rouza-chwani), Trauerprozessionen in Trauerkleidung sowie teilweise auch die kultische Inszenierung des Martyriums Husains (Ta’ziya). Diese öffentliche und gemeinsame Trauer ermöglicht es den Schiiten, so am Leiden Husains teilzuhaben und dessen Schicksal in Erinnerung zu rufen.

Eine dieser Prozessionen konnte ich während meiner Rundreise durch den Iran in der Stadz Qom miterleben. Von weitem hört man schon die donnernden Beats und den Dj der die Masse in eine Art Trance versetzt. Man erlebt hautnah diese Spiritualität untermalt mit den gesprochenen Versen, die Menschen singen überall sind schwarze Fahnen zu sehen.

Für mich war es ein wichtigen und prägendes Erlebnis eine Zeremonie dieser Art mitzuerleben. Deshalb bedeutet für mich das Reisen eine Art „Horizonterweiterung“ die gerade in unserer Zeit der Massenmedien sehr wichtig ist um sich ein eigenes „objektives“ Bild von der Welt und den Menschen zu machen.

Das macht die Foto & Abenteuerreisen von urbexplorer.com so einzigartig. Wir bereisen das spannende Land abseits der touristischen Pfade und lernen hautnah die Menschen die dort leben kennen. Wir werden im nächsten Jahr auch im Monat Muharram in den Iran fahren. Wenn Ihr bei unserer Fotoreise durch den Iran 2017 dabei sein möchtet findet Ihr weitere Informationen hier: Geheimnisvolles Persien – Fotoreise Iran


Als ich meinen Freunden und Bekannten davon erzählt habe das ich im November 2016 eine Fotoreise in den Iran machen werde wurde dies mit einem ungläubigen Kopfschütteln aufgenommen. Ich ließ mich von meinem Ziel das unbekannte Land was in unseren Medien als „Mullahstaat“ genannt wird zu bereisen nicht abbringen. Ganz im Gegenteil meine Neugier das Land und die Menschen kennen zu lernen wurde größer.

Den meisten von uns fallen hier die in den Medien kursierenden Stichworte wie „Achmadinedschad, Atomstreit, Tschador“ ein. Das Bild das wir von dem interessanten Land im Kopf haben ist alles andere als positiv. Ein wichtiger Aspekt vorneweg: „Ich habe mich selten in einem so fremden und mit Klischees behafteten Land auf Anhieb so sicher gefühlt wie im Iran.“ Mein einziger Tip ist: „Die Koffer packen und alle Vorurteile zu Hause lassen!“. Hier findest Du weitere Informationen zu unserer Fotoreise „Geheimnisvolles Persien“

Natürlich muss man sich damit abfinden das im Iran der Konsum von Alkohol verboten ist und das Frauen in der Öffentlichkeit ein Kopftuch tragen müssen. Mir sind aber hier die Unterschiede innerhalb des Landes aufgefallen. Wenn in Teheran oder Shiraz etwa die Frauen figurbetonte und modische Kleidung tragen und das Kopftuch als Accesoire betrachten und dies locker um den Hinterkopf binden so dominiert in Städten wie Qom oder Yazd der traditionelle Tschador. Ich habe auch Frauen mit bemalten und verzierten Fingernägeln gesehen.

Die Iraner sind ein sehr gastfreundliches Volk. Überall werde ich begrüßt und gefragt wo ich herkomme. Sehr viele können sehr gut Englisch oder Deutsch sprechen. Wenn das Thema Deutschland zur Sprache kommt ist man schnell bei Fußball, Politik oder Musik. Von vielen werde ich auch zum Tee eingeladen und wir reden dann über „Gott und die Welt“.

Ich habe mit jungen liberalen und konservativen Leuten sowie mit älteren Leuten sowie Geistlichen gesprochen, trotz der Unzufriedenheit mit der gegenwärtigen iranischen Regierung haben alle eines gemeinsam gesagt. Sie möchten nicht mehr das sich andere Länder wie in der Vergangenheit in die inneren Angelegenheiten Ihres Landes einmischen. Alle kennen hier noch die dunklen Kapitel die durch die CIA hervorgerufen wurden und in der islamischen Revolution geendet haben oder der furchtbare Krieg mit dem Irak mit dem Regime von Saddam Hussein in den 1980 ger Jahren. Der „Westen“ soll aufhören zu denken das alle so leben wollen wie in der sogenannten „westlichen Wertegemeinschaft“. Ein Satz wurde mir auch noch ganz oft zugerufen: „We love all the people: Iranians, Israelis, Germans, French, Americans – we really love Americans – it doesn’t matter who! We really love all the people!“