Fotoreise nach Sarajevo

Im September startet unsere erste Fotoreise auf den Balkan mit den Stationen Sarajevo, Mostar, Dubrovnik und Belgrad. Dies wird eine Fotoexpedition mit geschichtsträchtigen Orten, wunderschönen Städten , spannender Architektur und einer Prise Lost Places sein. Sarajevo ist definitiv die orientalischen Stadt in Europa. Eine Stadt die Dich sofort in den Bann zieht, eine Stadt umgeben von malerischen Bergen. Am Abend wenn die Sonne untergeht sitzen die Menschen in den Cafés und Rauchen Shisha oder trinken ein Bier. Gleichzeitig hört man aus der Ferne wie der Muezzins zum Gebet ruft. Wenn man über Sarajevo spricht, darf bei aller Reisefreude ein kurzer Blick in die Geschichte nicht fehlen. Dabei ist die Stadt vor allem durch drei verschiedene weltbewegende Ereignisse geprägt:

1914: Am 28. Juni fand mitten in der Altstadt von Sarajevo das folgenschwere Attentat auf Franz Ferdinand statt, den Erzherzog Österreich-Ungarns. Er und seine Frau wurden bei einem Besuch in Sarajevo von einem Mitglied der serbisch-nationalistischen Bewegung auf offener Straße ermordet. Das Attentat war schließlich einer der Auslöser für den 1. Weltkrieg.

1984: In diesem Jahr fanden die Olympischen Winterspiele in Sarajevo statt, damals war Sarajevo und Bosnien Herzegowina noch ein Teil von Jugoslawien. Die Überreste der Anlagen sind heute ein riesiger Lost Place.

1992-1996: Fast 4 Jahre lang wurde Sarajevo belagert – von den im Bosnienkrieg beteiligten Konfliktparteien. Währenddessen war quasi kein geregeltes Leben möglich – Militär, Heckenschützen, Granateneinschläge, Schusswechsel, Versorgungsengpässe, Schutt und Leichen bestimmten den Alltag und das Stadtbild, ganz zu schweigen von den unzähligen Toten und Verwundeten während der Besatzung. Davon zeugen heute im Stadtbild noch viele Überreste an Häuserwänden.

Das heutige Sarajevo ist vor allem ein perfektes Beispiel dafür, wie die verschiedenen Religionen friedlich miteinander leben können. Das Beste Beispiel hierfür sind die orthodoxe, die katholische Kirche sowie Moscheen und Synagogen die hier in der Gestalt der Gazi Husrev Beg Moschee sowie die Herz-Jesu-Kathedrale friedlich nebeneinander existieren. Genau diese religiösen Bauten machen die Altstadt von Sarajevo auch so einzigartig. Der östliche Teil erinnert mit seinen engen Fußgängerzonen, den Fachwerkhäusern sowie den vielen Cafés und Teehäusern an Istanbul oder Marrakesch. Im Gegensatz dazu steht der westliche Teil mit alten Sowjet-Gebäuden, modernen Geschäften wie Technikläden oder Fastfood-Ketten sowie gefühlter grauer Tristesse. Eines haben  beide Teile der Altstadt gemeinsam. Zum Einen ist dies der Fluss Miljacka, der in Verbindung mit den angrenzenden Bergen eine Prise alpines Flair bereithält. Hier findet Ihr weitere Informationen zu unserer Fotoreise.

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